Potsdamer Kickers

Potsdamer Kickers
Vereinslogo
Basisdaten
Name Potsdamer Kickers 94 e. V.
Sitz Potsdam, Brandenburg
Gründung 1994
Farben blau / weiß
Präsident Wolfgang Schaffernicht
Website potsdamer-kickers.de/
Erste Fußballmannschaft
Spielstätte Sportplatz Kirschallee
Plätze n. b.
Liga Kreisoberliga Havelland B (Männer)
2024/25 17. Platz   (Männer)

Die Potsdamer Kickers (offiziell: Potsdamer Kickers 94 e.V.) sind ein Sportverein aus Potsdam. Neben Fußball bietet der Verein die Sportarten Gymnastik, Bowling und Volleyball sowie weiteren Freizeitsport an.

Geschichte

Der Verein wurde am 17. April 1994 durch unzufriedene Mitglieder des SSV Turbine Potsdam gegründet. A-Jugendtrainer Fred Hagedorn und einige seiner Spieler sahen in diesem Verein keine sportliche Perspektive für junge Spieler und gründeten daraufhin die Potsdamer Kickers. Im April 1996 schloss sich die Fußballabteilung des PSV Potsdam/Eiche den Kickers an.

Seit Gründung des Vereins haben die Mitglieder mit erschwerten Bedingungen zu kämpfen. Zunächst ohne feste Spielstätte zogen sie 1996 in das Ernst-Thälmann-Stadion, welches 1999 abgerissen wurde. Seit 2000 nutzten die Kickers den Sportplatz an der Kirschallee, welches über ein viel zu kleines Spielfeld (90 × 45 m) verfügte. Die Männermannschaften spielten von 2006 bis 2025 im Luftschiffhafen oder auf dem PSU-Sportplatz Templiner Straße. Im April 2016 sorgten die Mitglieder der Potsdamer Kickers für Aufruhr in der brandenburgischen Landeshauptstadt. Mit einer organisierten Foto-Aktion und einer dringenden Bitte wendeten sie sich an die Potsdamer Stadtverordnetenversammlung und wiesen auf die höchst wettkampfuntauglichen Umstände inmitten eines der größten Fußballvereine Potsdams hin. Mit Erfolg: von Februar bis Dezember 2024 wurde der Sportplatz komplett umgebaut und wettkampftauglich gemacht. Seit 2025 spielen auch die Männer wieder an der „Kirsche“.

Frauenfußball

Die Frauenfußballabteilung wurde im Jahre 2012 gegründet. Zur Mannschaft gehörten zahlreiche ehemalige Spielerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam. Monique Braun und Franziska Hagemann hatten bereits für Turbine in der Bundesliga gespielt. In der ersten Saison gelang der Aufstieg in die Landesliga und der Gewinn des Brandenburgischen Landespokals durch einen 2:1-Sieg gegen den FSV Babelsberg 74.

Damit qualifizierte sich die Mannschaft für den DFB-Pokal und verlor das Erstrundenspiel gegen den Zweitligaaufsteiger FC Viktoria 1889 Berlin mit 2:5. In der Landesligasaison 2013/14 gewannen die Kickers mit einem 4:1-Sieg im Elfmeterschießen gegen Blau-Weiß Beelitz die brandenburgische Meisterschaft. Anschließend wurde die Mannschaft aufgelöst, der Trainer und viele Leistungsträgerinnen wechselten zum FSV Babelsberg 74.

Männerfußball

Der Verein startete 1994 in der 2. Kreisklasse, war im Premierenjahr die torgefährlichste Mannschaft im damaligen Fußballkreis Havelland-Mitte. Erst 1998 gelang der Aufstieg in die 1. Kreisklasse, der Sprung in die Kreisliga folgte 2004. Im Jahr 2006 gelang das Double und der Aufstieg in die Landesklasse, 2009 folgte der Aufstieg in die Landesliga (siebthöchste Spielklasse in D). Zwei Jahre konnte man sich dort halten, dann ging es wieder abwärts über Landesklasse in die Kreisoberliga (2014). 2016 gewannen die Männer ihre zweite Meisterschaft und stiegen erneut in die Landesklasse auf, in der sie sich bis 2022 hielten. Nach drei Jahren Kreisoberliga stieg die Erste Männermannschaft 2025 in die Kreisliga ab.

Nach der Ersten Mannschaft 2006 gewann 2007 die Dritte Männer den Kreispokal, 2008 bis 2010 die Zweite Männer. Diese sind damit Rekordpokalsieger des 2014 aufgelösten Fussballkreises Havelland-Mitte.

Nachwuchsfußball

Bereits in der zweiten Saison gab es eine Nachwuchsmannschaft, ein Jahr später vier und 1999, zum Ende des Thälmann-Stadions, sieben. Nach einer kurzen Flaute wuchs die Nachwuchsabteilung mit der Nutzung des Platzes an der Kirschallee wieder und erreichte seinen Höhepunkt 2015 mit 15 Mannschaften. Zwischen 2009 und 2024 spielten Großfeldmannschaften (A-, B- und C-Junioren) zum Teil in Spielgemeinschaften mit FV Turbine Potsdam, SG Michendorf und SG Bornim (alle A-Junioren) sowie ESV Lok Potsdam (A- bis C-Junioren).

Der größte Erfolg war der Landespokalsieg der C-Junioren 2004, dazu kommen elf Kreismeisterschaften und sechs Kreispokalsiege.

Nach einem kleinen Einbruch während der Coronazeit ging es gegen Mitte der 2020er Jahre zahlenmäßig wieder aufwärts.

Bekannteste Namen aus dem Kickers-Nachwuchs sind Jannis Lang (18 U-Länderspiele), Jan Löhmannsröben (über 200 Spiele in der 3. Liga), Clemens Koplin (fast 200 RL-Spiele) und Jan Seidel, der seine Schiedsrichterkarriere bei den Potsdamer Kickers begann.

Persönlichkeiten