| Přerov | ||||
|---|---|---|---|---|
|
| ||||
| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Historischer Landesteil: | Mähren | |||
| Region: | Olomoucký kraj | |||
| Bezirk: | Přerov | |||
| Fläche: | 5845 ha | |||
| Geographische Lage: | 49° 27′ N, 17° 27′ O | |||
| Höhe: | 210 m n.m. | |||
| Einwohner: | 41.634 (1. Jan. 2023) | |||
| Postleitzahl: | 750 00 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | PR | |||
| Verkehr | ||||
| Straße: | I/55 | |||
| Bahnanschluss: | Brno–Přerov | |||
| Struktur | ||||
| Status: | Statutarstadt | |||
| Ortsteile: | 13 | |||
| Verwaltung | ||||
| Oberbürgermeister: | Petr Vrána (ANO 2011) (Stand: 2025) | |||
| Adresse: | Bratrská 709/34 750 02 Přerov 2 | |||
| Gemeindenummer: | 511382 | |||
| Website: | www.prerov.eu | |||



Přerov (deutsch Prerau) ist eine tschechische Stadt an der Bečva in der Olmützer Region mit 40.906 Einwohnern (2024). Přerov liegt etwa 22 km südöstlich von Olmütz. In der Vergangenheit war die Stadt ein wichtiger Knotenpunkt und das Herz Mährens.
Die Stadt Přerov wurde im Jahre 1141 erstmals urkundlich erwähnt und wurde 1256 zur Königsstadt erhoben. Das Schloss gehörte der einflussreichen Familie von Zierotin. Johann Amos Comenius besuchte in Přerov die Lateinschule, deren Leiter er ab 1614 war.
Nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 begann eine Phase des Niedergangs, bedingt durch folgende Kriegsschäden und die allgemeine Entvölkerung des Landes nach dem Dreißigjährigen Krieg. 1636 starb hier Wallensteins Schwager Karl der Ältere von Žerotín.
Mit dem Bau der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn von Wien bis Prerau begann der neuerliche Aufschwung der Stadt. Während der Zeit Österreich-Ungarns war Prerau der Sitz der Bezirkshauptmannschaft des Bezirkes Prerau.
Der deutsche Terror in Böhmen und Mähren erreichte im Frühjahr 1945 seinen Höhepunkt und löste einen tschechischen Aufstand aus, der am 1. Mai in Přerov begann und sich nach der Ermordung von 78.154 tschechischen Juden und 340.000 tschechischen Bürgern während der deutschen Besatzung über das ganze Land ausbreitete. Im Juni 1945 wurden in Přerov 265 karpatendeutsche Zivilisten von tschechischen Milizen aus einem Flüchtlingszug geholt und auf der Schwedenschanze am Stadtrand durch Genickschüsse ermordet, das Ereignis ist unter dem Namen Massaker von Prerau bekannt. Die Mordopfer mussten sich zuvor entkleiden und ihre Wertsachen den Tätern geben. Dem Verbrechen fielen 71 Männer, 120 Frauen und 74 Kinder zum Opfer. Verantwortlich für die Morde war der Milizenführer Karel Pazúr, der 1949 von einem tschechoslowakischen Gericht zu 20 Jahren Haft verurteilt, aber schon nach zwei Jahren entlassen wurde.
|
|
|
|
|
In Přerov gibt es die Brauerei Zubr, eine der wenigen großen mährischen Brauereien, die noch in Betrieb sind; sie bildet zusammen mit den Brauereien in Litovel und Hanušovice die Pivovary CZ Group. Weiters ist das tschechisch-amerikanische Unternehmen Meopta (gegründet 1933), das optische Produkte herstellt, in der Stadt tätig.
Durch Prerau verläuft die noch im Bau befindliche Autobahn D55 von Olmütz nach Österreich. Der Anschluss an die Autobahn D1 ist für die kommenden Jahre geplant.
Die Stadt ist ein wichtiger Bahnknotenpunkt. Die Kursbuchstrecke 270 (Bahnstrecke Přerov–Olomouc und Bahnstrecke Břeclav–Bohumín) führt durch Přerov. Die Strecken 300 (Bahnstrecke Brno–Přerov) und 330 (Bahnstrecke Břeclav–Přerov) der ČD enden hier.

In der Stadt spielt die Eishockey-Mannschaft des HC Zubr Přerov. Weiterhin gibt es den Handballklub Sokol HC Přerov.
Přerov listet folgende sieben Partnerstädte auf:
