

Die Prijon GmbH ist ein deutscher Kanu-Hersteller.
Das Unternehmen mit Sitz in Rosenheim stellt Wildwasser- und Tourenkajaks sowie Wettkampfboote, Paddel und Zubehör her.
Die Firma Prijon ist weltweit der einzige Hersteller, der auch Tourenkajaks in HTP-PE baut. Da die Molekülketten ca. 10 Mal länger als bei rotiertem PE sind, sind sie steifer und leichter.
Die Boote werden überwiegend aus hochmolekularem Polyethylen hergestellt, das unter der Verkaufsbezeichnung HTP (Hochleistungsthermoplast) vertrieben wird. Prijon war über viele Jahre der weltweit einzige Hersteller, der Boote im Blasverfahren hergestellt hat, bei dem geschmolzenes PE-Granulat mit hohem Druck in eine Aluminium-Form geblasen wird. Prijon produziert aber auch Boote aus glas-, kohlenstoff- bzw. aramidfaserverstärktem Kunststoff sowie ABS. Darüber hinaus stellt Prijon auch Paddel her und produziert bzw. vertreibt Bekleidung und weiteres Zubehör für den Bootssport.
Das Unternehmen nimmt seine Bootshüllen zum Recycling lebenslang zurück.
2013 beschäftigte das Unternehmen 35 Mitarbeiter und baute 5.000 Boote bei einem Umsatz von fünf Millionen Euro.
Zwischen 1991 und 2000 wurden im Wildwasserrennsport alle Weltmeistertitel im Einer-Kajak der Männer mit einem Prijon-Boot gewonnen. Bei den Damen siegte von 1993 bis 1998 stets ein Prijon-Kajak. Hinzu kommen die ersten beiden Einzeltitel bei den Europameisterschaften der Herren.
Daneben produzierte Prijon auch Wettkampfboote für Kanuslalom, so auch das Boot des Olympiasiegers von 2000 im Einer-Kajak, Thomas Schmidt.
Die Produktion der Wettkampfkajaks wurde 1994 von Rosenheim nach Italien verlegt. Heute werden die Paddel in Slowenien und die Wettkampfboote in Tschechien produziert.