Primavera do Leste

Município de Primavera do Leste
Primavera do Leste

Gemeindesitz von Primavera do Leste
Primavera do Leste (Brasilien)
Primavera do Leste (Brasilien)
Primavera do Leste
Koordinaten 15° 34′ S, 54° 17′ WKoordinaten: 15° 34′ S, 54° 17′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Mato Grosso
Symbole
Flagge
Gründung 13. Mai 1986 (Munizip)Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Mato Grosso
Região intermediária Cuiabá (seit 2017)
Região imediata Primavera do Leste (seit 2017)
Höhe 636 m
Klima tropisches Savannenklima
Fläche 5.470,4 km²
Einwohner 96.006 (2025)
Dichte 17,6 Ew./km²
Zeitzone UTC−4
Website www.primaveradoleste.mt.gov.br (brasilianisches Portugiesisch)
Wirtschaft
BIP 8.571.209 Tsd. R$
100.665 R$ pro Kopf
(2023)
HDI 0,748 (2010)

Primavera do Leste ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Mato Grosso. Sie liegt im Südosten des Bundesstaates und zählt zu den wichtigsten Agrarzentren der Region. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 96.000 geschätzt.

Geografie und Klima

Primavera do Leste liegt im Südosten von Mato Grosso auf einer Höhe von etwa 636 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde befindet sich im Übergangsbereich zwischen Cerrado und landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Das Klima ist ein tropisches Savannenklima mit ausgeprägter Regenzeit im Sommer und Trockenzeit im Winter. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 20 und 30 °C. Die natürliche Vegetation ist überwiegend durch den Cerrado geprägt.

Geschichte

Die ersten Bandeirantes kamen zwar schon Ende des 17. Jahrhunderts an, die Region wurde erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts systematisch besiedelt, insbesondere im Zuge staatlicher Förderprogramme zur Erschließung des brasilianischen Binnenlandes. In den 1960er Jahren begann die gezielte Ansiedlung von landwirtschaftlichen Produzenten, insbesondere aus dem Süden Brasiliens, die moderne Anbaumethoden einführten und großflächige Betriebe aufbauten.

Die Entwicklung der Siedlung verlief rasch, und 1986 wurde Primavera do Leste aus dem Gebiet von Poxoréu (seit 1981 war das Gebiet ein Distrikt von Poxoréu gewesen) ausgegliedert und zur eigenständigen Gemeinde erhoben. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Stadt zu einem der wichtigsten landwirtschaftlichen Zentren von Mato Grosso.

Demografie

Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 96.000 Personen geschätzt. Die Bevölkerung ist überwiegend urban geprägt und wuchs seit der Gründung stark an. Ethnisch war mehr als die Hälfte der Bevölkerung vermischter Abstammung, knapp 40 Prozent waren Weiße und ca. 7 Prozent waren Afrobrasilianer.

Jahr Einwohner
1991 12.523
2000 39.857
2010 52.051
2022 85.146
Volkszählungen

Wirtschaft

Die Wirtschaft von Primavera do Leste ist stark durch die Landwirtschaft geprägt. Die Region gehört zu den wichtigsten Anbaugebieten für Soja, Mais und Baumwolle in Brasilien. Insgesamt wird mehr als eine halbe Million Hektar an Fläche bewirtschaftet.

Die moderne Agrarwirtschaft basiert auf großflächigen Betrieben und hohem Technisierungsgrad. Darüber hinaus haben sich Verarbeitung, Handel, Logistik und Dienstleistungen entwickelt, die die landwirtschaftliche Produktion unterstützen.

Religion

Primavera do Leste gehört zum römisch-katholischen Bistum Rondonópolis-Guiratinga. Neben der katholischen Kirche sind auch protestantisch-freikirchliche Gemeinden vertreten.

Commons: Primavera do Leste – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Primavera do Leste – Histórico. In: IBGE. Abgerufen am 19. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  2. ↑ Primavera do Leste – Panorama. IBGE, abgerufen am 19. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. 1 2 Primavera do Leste – Panorama. In: IBGE. Abgerufen am 19. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  4. 1 2 Primavera do Leste – Histórico. In: IBGE. Abgerufen am 19. April 2026.
  5. ↑ City Population: Primavera do Leste. Abgerufen am 19. April 2026.
  6. ↑ Primavera do Leste está entre os 15 municípios mais ricos do agronegócio brasileiro. 11. Februar 2022, abgerufen am 19. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).