Die Herrschaft Mortagne war ein Lehen an der Nordostseite der Gironde. Ihr Zentrum war Mortagne-sur-Gironde. Die Herren von Mortagne trugen den Titel Prince de Mortagne.
Die Herrschaft Mortagne ist zu unterscheiden u. a. von der Grafschaft Mortagne (die in der Grafschaft Le Perche aufging) und der Châtellenie Mortagne-du-Nord bei Valenciennes.
Die Herrschaft Mortagne gehörte den Vicomtes d’Aunay. Marguerite de Mortagne, Tochter und Erbin von Pons, Vicomte d'Aunay, Seigneur de Mortagne, heiratete Jean de Clermont aus dem Beauvaisis, Marschall von Frankreich, der 1356 in der Schlacht von Poitiers getötet wurde. Louise de Clermont, ihre Enkelin und Erbin, heiratete François de Montberon.
Charles de Coëtivy wurde 1487 als Fürst von Mortagne bezeichnet; Louise, seine einzige Tochter, übertrug dieses Fürstentum an Charles de la Trémoille, Fürst von Talmont.
Jacques de Goyon, Sire de Matignon, Maréchal de France, Prince de Mortagne († 1598), verkaufte Mortagne an Antoine de Loménie von dem es der Kardinal Richelieu erwarb, der es in seinem Testament vom 23. Mai 1642 seinem Großneffen hinterließ.