Prionyx

Prionyx

Prionyx kirbii

Systematik
Teilordnung: Stechimmen (Aculeata)
ohne Rang: Grabwespen (Spheciformes)
Familie: Sphecidae
Unterfamilie: Sphecinae
Tribus: Prionychini
Gattung: Prionyx
Wissenschaftlicher Name
Prionyx
Vander Linden, 1827
Untergattungen
  • Calosphex
  • Foxiprionyx
  • Harpactopus
  • Neosphex
  • Priononyx
  • Prionyx

Prionyx ist eine Grabwespengattung aus der Familie Sphecidae. Das Taxon wurde 1827 von dem belgischen Entomologen Pierre Léonard Vander Linden eingeführt. Der Gattungsname stammt aus dem Altgriechischen und setzt sich aus den beiden Wortteilen príon für „Säge“ und ónyx für „Klaue“ zusammen. Typusart ist Ammophila kirbii Vander Linden, 1827. Prionyx gehört zur Tribus Prionychini innerhalb der Unterfamilie Sphecinae.

Merkmale

Die Grabwespen sind 6–35 mm lang. Ihre Beinklauen haben an der Basis 3–4 Zähne.

Verbreitung

Die Arten der Gattung Prionyx kommen in fast allen Teilen der Welt vor, hauptsächlich in trockeneren Regionen.

Lebensweise

Die Prionyx-Arten findet man in Offenlandbiotopen wie Steppen und Wüsten sowie Brachflächen. Die Imagines ernähren sich von Blütennektar. Die Weibchen legen gewöhnlich in einem verborgenen Erdloch ihr Nest mit einer oder mehreren Brutzellen an und erbeuten als Larvenproviant ausgewachsene Feldheuschrecken (Acrididae), die sie meist am Boden tragend zum Nest transportieren.

Innere Systematik

Die Gattung Prionyx umfasst etwa 56 beschriebene Arten weltweit. Für die Gliederung der Gattung schlugen Danilov und Odintsev 2023 folgende 6 Untergattungen vor.Calosphex, Harpactopus und Prionyx umfassen Arten aus der Alten Welt, während Foxiprionyx, Neosphex und Priononyx Arten in der Neuen Welt umfassen.

Arten in Europa

Auflistung der beschriebenen Arten

Im Folgenden eine Liste der beschriebenen Arten nach Untergattung gegliedert mit deren Verbreitungsgebiet (Stand 2025):

Untergattung Calosphex

Untergattung Foxiprionyx

Untergattung Harpactopus

Untergattung Neosphex

Untergattung Priononyx

Untergattung Prionyx

Bilder

Einzelnachweise

  1. 1 2 P. L. VanderLinden: Observations sur les hymenoptères d'Europe de la famille des fouisseurs. In: Nouveaux mémoires de l'Académie Royale des Sciences et Belles-Lettres de Bruxelles, Vol. 4. 1827, S. 271–368, abgerufen am 13. August 2025 (französisch).
  2. 1 2 3 4 Prionyx Vander Linden, 1827 bei Global Biodiversity Information Facility (GBIF)
  3. 1 2 3 4 Genus Prionyx. In: bugguide.net. Iowa State University, Department of Plant Pathology, Entomology, and Microbiology, abgerufen am 13. August 2025 (englisch).
  4. 1 2 Prionyx. (PDF; 742 KB) In: researcharchive.calacademy.org. California Academy of Sciences, Department of Entomology, 10. Mai 2025, abgerufen am 13. August 2025 (englisch).
  5. ↑ Sandor Christiano Buys: Reproductive behaviour and larval development of Prionyx thomae (Fabricius) from Brazil. (PDF; 3,56 MB) In: Beiträge zur Entomologie 59. 2009, S. 311–317, abgerufen am 14. August 2025 (englisch).
  6. 1 2 Yuriy N. Danilov, O. A. Odintsev: On subgenera of the genus Prionyx Vander Linden, 1827 (Hymenoptera: Sphecidae), with establishment of a new subgenus. In: Zootaxa. 17. November 2023, abgerufen am 13. August 2025 (englisch). (Abstract)
  7. ↑ Volkmar Nix, Aloysius Staudt, Teodor Trifonov: Erstnachweise von Prionyx kirbii (Vander Linden, 1827) in Deutschland (Hymenoptera: Sphecidae). (PDF; 742 KB) In: Ampulex – Zeitschrift für aculeate Hymenopteren, Band 12. 2021, S. 42–45, abgerufen am 13. August 2025.
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