
Der Professor’s Cube ist ein mechanisches Geduldsspiel in Würfelform. Es handelt sich dabei um eine 5×5×5-Version des Rubik’s Cube.
Ziel des Spiels ist es, wie auch bei anderen Versionen des Rubik’s Cube, nach einem beliebigen Verdrehen aller Teile auf jeder Seite des Würfels eine einheitliche Farbe zu erzeugen.
Der Würfel besteht insgesamt aus 98 Teilen:

Bei dem Professor’s Cube können Eckteile, Kantenteile und Mittelteile zum größten Teil unabhängig voneinander bewegt werden. Daher kann für jede dieser Bauteil-Gruppen die Anzahl ihrer möglichen Stellungen separat berechnet werden.
Die 8 Eckteile des Würfels können beliebig vertauscht werden, insgesamt gibt es also 8! Möglichkeiten. Sieben Ecken können jeweils auf drei unterschiedliche Arten gedreht (orientiert) werden. Die Orientierung der achten Ecke ergibt sich aus der Orientierung der anderen sieben, sodass es dafür insgesamt 37 Möglichkeiten gibt.
Die 24 äußeren Kantenteile können auf alle Arten vertauscht werden. Diese Teile können nicht umorientiert (gedreht) werden, da die Form des Bauteils im Inneren des Würfel asymmetrisch ist. Die Orientierung eines äußeren Kantenteils ist also unveränderbar und es bleibt bei 24! Möglichkeiten für die äußeren Kantenteile.
Die 12 inneren Kantenteile hingegen können umorientiert (gedreht) werden. Die Orientierung von 11 dieser Teile kann frei gewählt werden, wodurch sich Orientierung des letzten Teils ergibt. Des Weiteren können diese 12 Kantenteile auf alle Arten vertauscht werden, sodass sich insgesamt 211 × 12!/2 Möglichkeiten ergeben. Die Division durch 2 wird durchgeführt, da die Vertauschung der Eckteile mit der Vertauschung der inneren Kantenteile zusammenhängt: Die Summe der Eckenvertauschungen und der inneren Kantenvertauschungen kann nie ungerade sein.
Für die inneren und äußeren Zentrumsteile gibt es jeweils 24! Vertauschungsmöglichkeiten. Da jeweils 4 dieser Teile einer Farbe und somit ununterscheidbar sind, wird die Anzahl der Möglichkeiten durch 4!6 dividiert. Die Anzahl der Anordnungen der beweglichen Zentrumsteile beträgt daher (24! / (4!6))2.
Die Berechnungen für die einzelnen Teilgruppen miteinander multipliziert ergeben die Gesamtzahl:
Der Professor’s Cube hat also 282 870 942 277 741 856 536 180 333 107 150 328 293 127 731 985 672 134 721 536 000 000 000 000 000 mögliche Stellungen.
Speedcuber sind in der Lage den Professor’s Cube und ähnliche Puzzle in sehr kurzer Zeit zu lösen. Eine der bekanntesten Strategien, die für alle Würfel mit größeren Ausmaßen als beim 3×3×3 häufig genutzt wird, besteht darin, dass zunächst die Mittel- und Kantenteile farblich geordnet werden. Danach kann der Würfel allein durch das Drehen der äußeren Drehachsen äquivalent zum 3×3×3-Würfel gelöst werden.
Der aktuelle Weltrekord im Speedcubing für den Professor’s Cube beträgt 29,49 Sekunden und wurde von Tymon Kolasiński bei All Rounders Katowice I 2026 aufgestellt.
Den Weltrekord für die Durchschnittszeit beim fünfmaligen Lösen des Würfels (dabei fließen die beste und die schlechteste der fünf Zeiten nicht in den Durchschnitt mit ein) hält Timofei Tarasenko mit 33,19 Sekunden, aufgestellt bei Guangzhou Grand Open 2026.
Stanley Chapel gelang der Weltrekord im Blindlösen des Würfels in 1:58,59 Minuten auf der Multi Mayhem VA 2026.