
Windbeutel – auch schweizerdeutsch Ofenchüechli, österreichisch Brandteigkrapferl oder englisch Cream Puff genannt – sind aus Brandteig hergestellte hohle Gebäckstücke, meist faustgroß und gefüllt mit Schlagsahne oder anderer Creme, eventuell zusätzlich mit Früchten wie Erdbeeren oder Sauerkirschen. Die aus ungesüßtem Brandteig gebackenen Windbeutel können neben süßen auch pikante Füllungen tragen, für die sich z. B. Quark, Frischkäse oder Avocado-Püree als Grundlage eignen.
Zur Zubereitung werden kleine Portionen der Brandmasse mit einem Spritzbeutel oder einem Löffel in größerem Abstand auf ein Backblech gesetzt. Nach dem Backen werden die Windbeutel noch heiß seitlich aufgeschnitten und dann nach dem Abkühlen gefüllt.
Der Windbeutel kommt ursprünglich als Profiteroles im 18. Jahrhundert aus Frankreich. Der zugehörige Brandteig hingegen wurde ab 1540 in Florentiner Kochbüchern erwähnt.

Profiteroles (französisch für „kleiner Gewinn, kleines Geschenk“) sind kleinere Windbeutel aus zuckerloser Brandmasse, wobei die Füllung eingespritzt wird, ohne dass der Deckel aufgeschnitten wird. Als klassisches Dessert der deutschen, italienischen und französischen Küche werden sie zumeist – wie Eclairs – mit Schlagsahne, Vanille- oder Mokkacreme gefüllt, oder mit Vanilleeis, und oft mit dicker, dunkler Schokoladensauce überzogen serviert. Eine aus kleinen Windbeuteln zusammengesetzte Torte ist die Croquembouche (französisch für: „kracht im Mund“), wird als traditionelle Hochzeitstorte gereicht und kann bis zu einem halben Meter hoch sein.

Kleine Windbeutel mit einer Füllung aus Käsecreme oder würzigem Püree, eventuell mit Wild, dienen zuweilen auch als Einlage für klare Suppen oder als Snack.
Kleine Windbeutel ohne Füllung sind die Gougères, eine Spezialität aus dem Burgund, für die der Brandteig mit geriebenem Käse angereichert wird, vorzugsweise Hartkäse wie Comté, Gruyère oder Greyerzer. Sie werden für festliche Abendessen oder zu Weihnachten als Vorspeise gereicht.