Projektive Basis

In der projektiven Ebene bilden vier projektiv unabhängige Punkte eine projektive Basis

Eine projektive Basis ist in der Mathematik eine Menge von Punkten eines -dimensionalen projektiven Raums, von denen je projektiv unabhängig sind. Projektive Basen werden in der projektiven Geometrie zur Charakterisierung von Projektivitäten und zur Definition projektiver Koordinaten verwendet.

Definition

Ein -Tupel von Punkten eines projektiven Raums über einem -Vektorraum heißt projektiv unabhängig, wenn eine der folgenden äquivalenten Bedingungen zutrifft:

Ein -Tupel von Punkten eines projektiven Raums heißt projektive Basis des Raums, wenn je Punkte projektiv unabhängig sind. Es gilt dann .

Spezialfälle

Projektive Standardbasis

Die projektive Standardbasis im projektiven Standardraum besteht aus den von den Standard-Basisvektoren des Koordinatenraums erzeugten Punkten

,

zusammen mit dem Einheitspunkt

.

In homogenen Koordinaten ergeben sich beispielsweise folgende projektiven Standardbasen:

Verwendung

Ist eine beliebige projektive Basis eines projektiven Raums , dann gibt es eine Basis von , sodass

gilt. Sind nun und zwei projektive Räume gleicher Dimension mit projektiven Basen und , dann gibt es genau eine projektive Abbildung , sodass

für gilt. Demnach ist eine projektive Abbildung zwischen projektiven Räumen gleicher Dimension durch Angabe der Bilder der projektiven Basispunkte eindeutig charakterisiert. Solche Abbildungen lassen sich daher durch Matrizen der Größe beschreiben. Weiter lassen sich in einem projektiven Raum mit der projektiven Basis mit Hilfe der projektiven Abbildung

homogene projektive Koordinaten definieren.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Gerd Fischer: Analytische Geometrie. 3. Auflage. Springer, 2013, S. 142.
  2. 1 2 3 Gerd Fischer: Analytische Geometrie. 3. Auflage. Springer, 2013, S. 143.
  3. ↑ Gerd Fischer: Analytische Geometrie. 3. Auflage. Springer, 2013, S. 144.