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Prozessrechner sind Rechner, die durch folgende technische Spezifikationen gekennzeichnet sind:
Eingangssignale kommen ausschließlich oder überwiegend von Sensoren; dadurch unterscheiden sich Prozessrechner insbesondere von Arbeitsplatzrechnern, die ihre Eingaben vorwiegend über die Tastatur erhalten.
Ausgangssignale werden ausschließlich oder überwiegend über Aktoren ausgegeben
die Datenverarbeitung erfolgt in Echtzeit, angepasst an die Schnelligkeit des zugehörigen Prozesses, sodass die Reaktionen des Prozessrechners rechtzeitig erfolgen.
Besondere Bedingungen ergeben sich aus der Echtzeit-Anforderung (die Ausgangsdaten müssen für den laufenden Prozess rechtzeitig bereitstehen) sowie der Verlässlichkeit, da ein Rechnerabsturz etwa über die angeschlossene Leittechnik in den verbundenen technischen Anlagen und Einrichtungen weitaus größere Folgeschäden verursachen könnte als der Absturz eines Bürorechners.
Josef Börcsök: Prozeßrechner und -automation: Methoden, Hardware, Peripherie. Heise Verlag, Hannover 1997, ISBN 3-88229-088-9.
Werner Kriesel, Hans Rohr, Andreas Koch: Geschichte und Zukunft der Mess- und Automatisierungstechnik. VDI-Verlag, Düsseldorf 1995, S. 115–127, ISBN 3-18-150047-X.