Prozessrechner

Prozessrechner sind Rechner, die durch folgende technische Spezifikationen gekennzeichnet sind:

Von den klassischen Großrechnern im Batch-Betrieb unterscheiden sich Prozessrechner durch ihre Auslastung:

Typische Einsatzgebiete für Prozessrechner sind u. a.:

Größe und Leistung von Prozessrechnern reichen vom vernetzten Großrechner bis zum Ein-Chip-Mikrocontroller.

Besondere Bedingungen ergeben sich aus der Echtzeit-Anforderung (die Ausgangsdaten müssen für den laufenden Prozess rechtzeitig bereitstehen) sowie der Verlässlichkeit, da ein Rechnerabsturz etwa über die angeschlossene Leittechnik in den verbundenen technischen Anlagen und Einrichtungen weitaus größere Folgeschäden verursachen könnte als der Absturz eines Bürorechners.

Ab den 1980er Jahren wurden Prozessrechner häufig durch Speicherprogrammierbare Steuerungen ersetzt oder ergänzt; die „Intelligenz“ wanderte somit in die Peripherie.

Deutsche Entwicklungen

Mehrere deutsche Industriekonzerne entwickelten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eigene Prozessrechnerlinien:

Auch die Programmiersprache PEARL speziell für Echtzeit-Anforderungen wurde in Deutschland entwickelt.

Siehe auch

Literatur