Psychedelisch (zusammengesetzt aus altgriechisch ψυχή psychḗ ‚Seele‘ und δῆλος dẽlos ‚offenkundig, offenbar‘) bezeichnet eine Eigenschaft von Psychedelika, deren Einnahme zu einem veränderten Bewusstseinszustand führen kann. Dieser ist unter anderem durch die teilweise oder komplette Aufhebung der Grenzen zwischen Selbst und Außenwelt charakterisiert.
Der Begriff „psychedelisch“ ist ein Neologismus und geht aus einem Briefwechsel des Psychiaters Humphry Osmond mit dem Schriftsteller Aldous Huxley vom Frühjahr 1956 hervor. Huxley und Osmond suchten nach einem Oberbegriff für die Substanzen Meskalin, Psilocybin und LSD, da ihnen die Bezeichnungen Halluzinogen und Psychotomimetika zu einseitig und negativ erschienen. Huxley übernahm aus der Botanik das Adjektiv phaneros (offenkundig, einsehbar, augenfällig), das dort für Blütenpflanzen verwendet wird, und kombinierte es mit thymos (Seele oder Gemüt). Sein Vorschlag lautete Phanerothym für die Stoffklasse bzw. phanerothym für das zugehörige Adjektiv (die Seele offenbarend). Seinen Brief beendete er mit dem Vers: „To make this mundane world sublime, take half a gram of phanerothyme.“ (Mach dir die fade Welt sublim, nimm ein halbes Gramm Phanerothym.) Osmond antwortete darauf mit dem Reim: „To fathom Hell or soar angelic, Just take a pinch of psychedelic.“ (Ob Höllenschlund oder himmlisches Heureka, nimm dafür eine Prise Psychedelika.)

Die nicht genau eingegrenzte Stilrichtung der psychedelischen Kunst versucht, die in psychedelischen Zuständen erfahrenen Eindrücke darzustellen oder zu manifestieren, oder unter Einfluss psychedelischer Substanzen den Trip zu vertiefen oder zumindest einen verstärkenden Stimulus zu bieten.
Eine Reihe von Musikrichtungen nimmt Bezug auf psychedelische Bewusstseinszustände. Einige werden in Anlehnung an Lysergsäurediethylamid (LSD) (Säure = engl. acid) als „Acid …“ bezeichnet. Dazu gehören: