Pyridalyl

Strukturformel
Strukturformel von Pyridalyl
Allgemeines
Name Pyridalyl
Summenformel C18H14Cl4F3NO3
Kurzbeschreibung

farblose bis gelbliche Flüssigkeit mit schwachem Geruch

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 179101-81-6
ECHA-InfoCard 100.129.156
PubChem 11488729
ChemSpider 9663541
Wikidata Q1915098
Eigenschaften
Molare Masse 491,12 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,45 g·cm−3

Schmelzpunkt

−17 °C

Siedepunkt

227 °C (Zersetzung)

Dampfdruck

6,24·10−8 Pa (20 °C)

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (0,00015 mg·l−1 bei 20 °C)

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP), ggf. erweitert
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 317​‐​373​‐​410
P: 260​‐​272​‐​273​‐​280​‐​302+352​‐​314
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Pyridalyl ist eine chemische Verbindung und ein Insektizid des japanischen Chemiekonzerns Sumitomo Chemical. Pyridalyl ist die erste Verbindung aus einer neuen Wirkstoffgruppe.

Verwendung

Pyridalyl wird als Pestizid gegen Schmetterlings- und Fransenflügler eingesetzt, unter anderem gegen den Asiatischen Baumwollwurm (Spodoptera litura) oder die Kohlschabe. Es zeigte sich auch als wirksam gegen Frankliniella occidentalis, wobei die Toxizität gegenüber den Larven höher war als gegenüber den erwachsenen Tieren.

Zulassung

Pyridalyl wurde erstmals 2004 in Japan und Südkorea als Pflanzenschutzmittel zugelassen. Es war ab Juli 2014 in der EU nach Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 zugelassen. Die Zulassung lief zehn Jahre nach Zulassungsbeginn zum 30. Juni 2024 aus. Der ADI-Wert für Rückstände in Lebensmitteln beträgt 0,03 mg/kg Körpergewicht.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Eintrag zu Pyridalyl in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. März 2026. (JavaScript erforderlich)
  2. 1 2 3 4 Eintrag zu Pyridalyl in der Pesticide Properties DataBase (PPDB) der University of Hertfordshire, abgerufen am 31. März 2022.
  3. ↑ Datenblatt Pyridalyl PESTANAL®, analytical standard bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 14. November 2021 (PDF).
  4. ↑ Eintrag zu Pyridalyl (ISO); 2,6-Dichlor-4-(3,3-dichlorallyloxy)phenyl 3-[5-(trifluormethyl)-2-pyridyloxy]propylether in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 18. August 2023. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  5. 1 2 3 Research and Development of a Novel Insecticide ‘pyridalyl’. Sumitomo Chemical, abgerufen am 16. November 2021.
  6. 1 2 S. Isayama, S. Saito, K. Kuroda, K. Umeda, K. Kasamatsu: Pyridalyl, a novel insecticide: Potency and insecticidal selectivity. In: Archives of Insect Biochemistry and Physiology. 2005, doi:10.1002/arch.20045.
  7. ↑ Iain R Kay, Grant A Herron: Evaluation of existing and new insecticides including spirotetramat and pyridalyl to control Frankliniella occidentalis (Pergande) (Thysanoptera: Thripidae) on peppers in Queensland. In: Australian Journal of Entomology. Band 49, Nr. 2, 18. Mai 2010, S. 175–181, doi:10.1111/j.1440-6055.2010.00751.x.
  8. ↑ EU Pesticides Database: Pyridalyl. European Commision, abgerufen am 4. Dezember 2021.
  9. ↑ Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Pyridalyl in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands, abgerufen am 21. Januar 2025.