Das Quadermauerwerk wurde bereits in der griechischen und römischen Antike zu hoher Blüte entwickelt. Nach Vitruv bilden Quader gleicher Höhe in einem Mauerverband isodomes Mauerwerk (lat. opus isodomum); hat das Quadermauerwerk ungleich hohe Schichten, so ist es ein pseudoisodomes Mauerwerk (lat. opus pseudoisodomum). Eine Besonderheit antiker Quaderbearbeitung ist die sparsamere Bearbeitung der Lagerflächen, bei denen vielfach nur ein vorderer schmalen Randstreifen bearbeitet wurde (siehe Anathyrosis).
Quadermauerwerk mit Eckquaderung, links unverputztes Bruchsteinmauerwerk (Grätzelmausoleum auf dem evangelischen Friedhof in Göttingen-Weende, erbaut 1806)
Hans Koepf, Günther Binding: Bildwörterbuch der Architektur. Mit englischem, französischem, italienischem und spanischem Fachglossar (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 194). 4., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-19404-X (Digitalisat auf moodle.unifr.ch, abgerufen am 10. Januar 2024), S. 324 ff.
Lexikon der Kunst, Band IV: Kony–Mosa. E. A. Seemann Verlag, Leipzig 1992, ISBN 3-363-00047-2, S. 617 ff.
Angela Weyer, Pilar Roig Picazo, Daniel Pop, JoAnn Cassar, Aysun Özköse, Jean-Marc Vallet, Ivan Srša (Hrsg.):EwaGlos, European Illustrated Glossary Of Conservation Terms For Wall Paintings And Architectural Surfaces. English Definitions with translations into Bulgarian, Croatian, French, German, Hungarian, Italian, Polish, Romanian, Spanish and Turkish. (=Series of publications by the Hornemann Institute. Band17). Michael Imhof, Petersberg 2015, ISBN 978-3-7319-0260-7, S.26 (elearn.hawk-hhg.de).
Einzelnachweise
↑Vitruv. Zehn Bücher über Architektur. Übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Curt Fensterbusch. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 4. Auflage 1987, ISBN 3-534-01121-X, S. 105/107.