Rüdiger ist ein männlicher Vor- und Familienname.
Beim Namen Rüdiger handelt es sich um eine jüngere deutsche Variante vom Namen Hruodgēr, der seinerseits ein althochdeutscher Name ist und sich aus den Elementen (h)ruod, (h)rōd „Ruhm“, „Lob“, „Ehre“ und gēr „Speer“ zusammensetzt.
Beim Nachnamen Rüdiger handelt es sich um ein Patronym zum Vornamen Rüdiger.
Der Name Rüdiger wurde in Deutschland vor allem durch den Helden des Nibelungenliedes, Markgraf Rüdiger von Bechelaren, bekannt. Von 1938 bis 1970 zählte er zu den 100 beliebtesten Jungennamen Deutschlands. Der Name belegte in den 1940er und 1950er Jahren durchschnittlich Rang 41 und 33. Als höchste Platzierung erreichte der Name im Jahr 1959 in den Vornamenscharts Rang 28. Ende der 1970er Jahre geriet der Name außer Mode.
In Österreich kommt der Name seltener vor als in Deutschland. Noch in den 1980er Jahren wurde Rüdiger gelegentlich als Vorname gewählt, seit den 1990er Jahren jedoch nur noch ausgesprochen selten. Zuletzt wurde im Jahr 2024 einem Neugeborenen der Name Rüdiger gegeben (Stand 2024). Von 1984 bis 2023 wurde der Name rund 50 Mal vergeben. In der Schweiz tragen 252 Personen den Namen (Stand 2024).
Der Familienname Rüdiger kommt in Deutschland 2732 Mal vor und steht damit auf Rang 1051 der häufigsten Nachnamen.
War der Name im Jahr 1890 noch überwiegend im heutigen Polen und Sachsen verbreitet, wanderte er bis ins Jahr 1996 nach Westen und kam vor allem in Berlin und dem Ruhrgebiet vor. Heute ist der Familienname vor allem im östlichen Thüringen gebräuchlich.