| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Chlordifluormethan | ||||||||||||||||||
| Andere Namen | |||||||||||||||||||
| Summenformel | CHClF2 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloses, unbrennbares Gas | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 86,47 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
gasförmig | ||||||||||||||||||
| Dichte |
3,93 kg·m−3 (0 °C) | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−157,3 °C | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
−40,9 °C | ||||||||||||||||||
| Dampfdruck |
908 kPa (20 °C) | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
schlecht in Wasser (3 g·l−1 bei 25 °C) | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| MAK |
DFG/Schweiz: 500 ml·m−3 bzw. 1800 mg·m−3 | ||||||||||||||||||
| Treibhauspotential |
2106 (bezogen auf 100 Jahre) | ||||||||||||||||||
| Thermodynamische Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| ΔHf0 |
−482,6 kJ/mol | ||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Chlordifluormethan ist eine chemische Verbindung die zur Gruppe der teilhalogenierten Kohlenwasserstoffe H-FCKW gehört und auch als R-22 bezeichnet wird.
Chlordifluormethan wird in flüssiger Phase aus Tetrachlormethan oder aus Chloroform CHCl3 durch partielle Fluorierung mithilfe von Antimon(V)-tetrachloridfluorid (SbCl4F) als Katalysator hergestellt.
Chlordifluormethan ist ein farbloses Gas, das bei Normaldruck bei −40,9 °C siedet. Die molare Verdampfungsenthalpie beträgt 21,8 kJ·mol−1. Die Dampfdruckfunktion ergibt sich nach Antoine entsprechend
im Temperaturbereich von 232,4 K bis 358,5 K. Festes Chlordifluormethan schmilzt bei −157,27 °C mit einer molaren Schmelzenthalpie von 4,12 kJ·mol−1. Der Feststoff tritt in zwei polymorphen Kristallformen auf. Ein Lamda-Phasenübergang von Form II zu Form I erfolgt bei −214 °C. Die kritische Temperatur liegt bei 96 °C, der kritische Druck bei 49,10 bar.
Chlordifluormethan wird als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Polytetrafluorethylen verwendet. Der Stoff wurde früher vorwiegend als Kältemittel in Kompressionskälteanlagen eingesetzt. Atmosphärisches R-22 schädigt die Ozonschicht, allerdings weniger als die vollhalogenierten Kohlenwasserstoffe. Daher wurde es zeitweise als Ersatzstoff für R-12 genutzt und die Übergangszeiten bis zum Verwendungsverbot nach der FCKW-Halon-Verbots-Verordnung waren länger. Seit 1. Januar 2000 ist es laut Montreal-Protokoll verboten, R-22 für die Verwendung in neuen Anlagen oder mit R-22 bereits befüllte Anlagen zu importieren, herzustellen oder zu handeln. Seit dem 1. Januar 2010 darf nur noch recyceltes R-22 verwendet werden. Ab 2015 wurden Produktion und Import auf 10 % des Verbrauchs von 1989 für jedes Land beschränkt und ab 2020 ganz verboten. Die Nutzung von recyceltem R-22 war bis 2015 erlaubt.
Bei Verbrennung von Chlordifluormethan in Gegenwart von Metall und Kohlenstoff (z. B. beim Zulöten alter Kupferleitungen von Kühlschränken oder Kälteanlagen) kann das Giftgas Phosgen entstehen.