Das R2R-Netzwerk ist eine elektronische Schaltung aus Widerständen, um digitale Werte in eine Analogspannung umzusetzen, siehe (Digital-Analog-Umsetzung). R/2R-Widerstandsnetzwerke werden sowohl in Chips als auch für den preisgünstigen Ersatz derselben eingesetzt.

Ein R/2R-Netzwerk besteht aus Widerständen mit zwei unterschiedlichen Werten: Die einzelnen Eingangsbits, hier schematisch als Schalter dargestellt, liegen je nach Schaltungszustand entweder auf Masse oder an der Referenzspannung und speisen einen elektrischen Strom über Widerstände (2R) ein, die stets doppelt so groß sind wie der horizontale Teil (R) des Netzwerks. Jedes Bit trägt so seinen spezifischen Teil zur resultierenden Ausgangsspannung bei. Das höchstwertige Bit ist für 50 % der Ausgangsspannung, der folgende für 25 % usw. verantwortlich. In Summe ergeben sich analoge Spannungsstufen, die in der Anzahl dem digitalen Endwert entsprechen, z. B. 16 für ein 16-Bit-Signal.
Um die Rückwirkungsfreiheit am Ausgang sicherzustellen, werden R2R-Wandler in vielen Anwendungen um einen nachgeschalteten Spannungsfolger ergänzt. Kommerzielle Digital-Analog-Wandler-ICs, sogenannte Flash-Wandler, haben solche R/2R-Netzwerke mitsamt Verstärker integriert.
Gegenüber anderen Verfahren und Schaltungstechniken bietet das R2R-Netzwerk folgende Vor- und Nachteile:

Im Folgenden wird als Lastwiderstand angenommen und davon ausgegangen, dass nur ein Umschalter auf steht und alle übrigen auf Masse. Wie in den Abbildungen zu sehen ist, beträgt der Gesamtwiderstand sowohl rechts als auch links des Knotens nach dem Schalter jeweils . Dadurch teilt sich der über (LSB) in den Knoten zufließende Strom in zwei gleich große Teilströme auf.

Dem nächstgelegenen Knoten weiter rechts fließt somit der Strom von zu, der sich dort erneut in zwei Teilströme von jeweils aufteilt. Dieses Stromteilungsprinzip setzt sich mit jedem weiteren Knoten fort. Der Schalter bewirkt somit über einen Strom von , der Schalter (bei Schaltung auf ) einen Strom von , und der Schalter einen Strom von (). Stehen entgegen der Annahme mehrere Schalter gleichzeitig auf , so überlagern sich die von den einzelnen Schaltern zugeführten Ströme linear (Überlagerungsverfahren nach Helmholtz). Vom jeweiligen Schalter aus betrachtet besitzt das Netzwerk einen Gesamtwiderstand von , sodass der durch einen Schalter fließende Strom beträgt.
Für ein R2R-Netzwerk mit Bit und einer Last ergibt sich bei spannungsmäßiger Auswertung:wobei sich herauskürzt. Daraus folgt:Dabei bezeichnet den digitalen Eingangswert in Dezimaldarstellung.
Für das dargestellte 3-Bit R2R-Netzwerk ergibt sich damit für die Ausgangsspannung folgende Beziehung:Auf diese Weise lassen sich sowohl der durch fließende Strom als auch die Ausgangsspannung berechnen.