| RESG Walsum | |
| Basisdaten | |
|---|---|
| Name | Roll-, Eis- und Sportgemeinschaft Walsum 1937 e. V. |
| Sitz | Duisburg-Walsum |
| Gründung | 1937 |
| Farben | Weiß-Rot |
| Website | www.resg-walsum.de |
| Erste Fußballmannschaft | |
| Cheftrainer | Miquel Vila (Rollhockey) Kim Schmulowicz (Rollkunstlauf) |
| Spielstätte | Sporthalle Beckersloh |
| Plätze | ca. 900 |
| Liga | Bundesliga (Rollhockey) |
| 2024/25 | |
Die RESG Walsum (offiziell: Roll-, Eis- und Sportgemeinschaft Walsum 1937 e. V.) ist ein Sportverein aus dem Duisburger Stadtteil Walsum. Er umfasst die Abteilungen Rollhockey und Rollkunstlauf. Die Rollhockey-Sparte gehört zu den erfolgreichsten im deutschsprachigen Raum.
Der Gesamtverein wurde 1937 gegründet in der Absicht, vor allem den Rollhockey- und Kunstlaufsport der Region zu professionalisieren. Bereits 1940 konnte Else Hibbeln die Gebiets- und Gaumeisterschaft im Kunstlauf erringen, womit sich die RESG bereits früh neben den Rollkunstlauf-Hochburgen Dortmund und Essen positionierte. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage an der Römerstraße zerstört, konnte aber wieder aufgebaut werden, was eine Fortsetzung des Sportbetriebs sicherte.
1947 wurde Herbert Stephan aus Breslau als Trainer verpflichtet, später wurde er unter anderem Stellvertreter im Gremium der Kunstlaufkommission des Deutschen Rollsportbundes. Unter seiner Führung gehörte Else Hibbeln in den Jahren darauf zur deutschen Spitzenklasse und belegte bei den Deutschen Meisterschaften 1952 in Nürnberg den zweiten Rang. Auch unter dem Einfluss festlicher Abendveranstaltungen, die oftmals von Welt- und Europameistern besucht wurden, erlebte die RESG in den 1950er-Jahren einen sportlichen Aufschwung. Kurz darauf konnte die Laufbahn wegen Bergschäden jedoch nicht mehr genutzt werden.
Am 1. Februar 1964 fand erstmals eine vereinseigene Karnevalsshow statt, die bis heute Bestand hat. Ende 1972 wurde der frühere Vize-Welt- und Europameister Franz Ningel als Trainer verpflichtet. Unter seiner Leitung konnten in den Folgejahren zahlreiche Titel und Erfolge gefeiert werden, sowohl auf regionaler als auch auf Landes- und Bundesebene. 1982 kam es im Frühjahr zu einer Trennung mit Franz Ningel, seine Nachfolgerin wurde die 25-jährige Annette Ziegenhagen, die das Amt als Trainerin jedoch kurz darauf aus Zeitgründen wieder abgab. Dies wurde noch im gleichen Jahr erneut von Ningel übernommen. 1983 wurden Judith Möller und Oliver Kellermann Landesmeister in der Meistergruppe und erreichten in der folgenden Europäischen Meisterschaft in Frankreich den 4. Rang.
Zu einem ersten großen Umbruch kam es 2004. Nach internen Differenzen verließ ein großer Teil der Leistungsläuferinnen zusammen mit Trainerin Katharina Finke die RESG und gründete einen selbstständigen Verein. 2005 verabschiedete sich Ningel erneut und übergab das Amt des Cheftrainers an Karin Engstfeld. Finanzielle Schwierigkeiten zwangen den Verein 2009 zur Trennung von Engstfeld und ihrem Assistenten Hannes Schrank. Sarah Schweitzer wurde daraufhin neue Cheftrainerin, 2011 stieß auch Michaela Kurek, die bereits Läuferin bei der RESG war, als Trainerin zum Verein.
Ein weiterer noch größeren Umbruch gab es dann 2017. Hier entschied sich Sarah Schweitzer zum Ausstieg und ein letztes Mal Karneval auf Rollen ohne die Trainerin Schweitzer beendete die Tradition. Hannes Schrank übernahm wieder als Cheftrainer. Der damalige Vorstand entschied sich bis auf ein Mitglied völlig zurückzuziehen. Die damalige Pressewartin Anja Schmulowicz (Mutter einer Läuferin) stand plötzlich alleine auf weiter Flur. Nach einem ausgiebigen Gespräch mit Trainer Hannes Schrank entschied sich Anja Schmulowicz mit ihrem Ehemann Diego Schmulowicz, Hannes Schrank und deren Tochter Anni Huhnstein einen neuen Vorstand der Abteilung Rollkunstlauf nach einstimmiger Wahl an zutreten. Familie Schmulowicz war sich mit Hannes Schrank einig die Abteilung wieder auf zubauen, denn durch die Umstände gab es viele Mitgliederverluste. Jedes Kind sollte es ermöglicht werden in der Randsportart Mitglied zu werden, egal welcher Herkunft oder Talent. Bereits nach einem Jahr stiegen die Mitgliederzahlen von ca. 40 auf 80 und ein Erfolg zeichnete sich ab.
Bis 2026 sind Anja und Diego Schmulowicz weiter bestätigt und gewählt im Amt des Vorstandes als Abteilungsleitung und 1. Vorsitzender.
Läuferin Isabell Wiethoff ging zur WM für die RESG Walsum an den Start und belegte Platz 5.
2020 war es dann wieder soweit und ein weiteres Familienmitglied Schmulowicz überzeugte mit der ersten modernen Form von Karneval auf Rollen. Kim Schmulowicz damals 19 Jahre jung überlegte sich ein modernes Konzept, welches als Show mit über 100 Läuferinnen und Läufern auf das Parkett der Halle Beckersloh gezaubert wurde. The graetest Show war binnen Tagen ausverkauft ein riesen Erfolg. Ein Erfolg der nicht ohne die Firma plam projekt und Eltern sowie Freunden funktioniert hätte. Kim Schmulowicz verkündete nach dem Erfolg jedoch in zwei Jahresschritten weitere Shows zu planen.
Die Juniorenmannschaft sowie die vier Jugendmannschaften der RESG konnten bereits 35 Deutsche Meisterschaften gewinnen.