Rachel Heuberger (* 1951 in Tel Aviv, Israel) ist eine israelische Historikerin und Bibliothekarin. Bis 2019 war sie Leiterin der Hebraica- und Judaica-Abteilung der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg in Frankfurt am Main.
Rachel Heuberger wurde in Israel als Kind von Holocaust-Überlebenden geboren und wuchs in Frankfurt am Main auf. Sie studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem Geschichte, Jüdische Geschichte und Pädagogik. Sie promovierte mit einer Dissertation über Aron Freimann und die Wissenschaft des Judentums. 1986 legte sie ihr zweites Staatsexamen in Bibliothekswissenschaft ab.
1991 wurde sie Leiterin der Hebraica- und Judaica-Abteilung der Universitätsbibliothek Frankfurt und war für die Sammelschwerpunkte Judentum und Israel, ab 2016 für den Fachinformationsdienst Jüdische Studien zuständig. Seit den 1990ern hat sie die Digitalisierung der historischen Judaica-Bestände der Bibliothek umgesetzt, die in mehreren Online-Portalen im Netz zur Verfügung stehen. Am bekanntesten sind Compact Memory und die Freimann-Sammlung.
Ehrenamtlich engagiert sich Rachel Heuberger als Gemeinderätin und Vorsitzende des Gemeinderats der Jüdischen Gemeinde Frankfurt sowie in verschiedenen Kommissionen. Sie ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum sowie im Vorstand der Gesellschaft der Freunde der Universitätsbibliothek, der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen, der Freunde des Fritz Bauer Instituts und der Freunde und Förderer des Leo Baeck Instituts. Rachel Heuberger war mit Georg Heuberger, dem ersten Direktor des Jüdischen Museums in Frankfurt, verheiratet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heuberger, Rachel |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Bibliothekarin und Historikerin |
| GEBURTSDATUM | 1951 |
| GEBURTSORT | Tel Aviv |