| Radomir | ||
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| Der Gipfel des Radomir von Nordosten (2008) | ||
| Höhe | 2029 m | |
| Lage | ||
| Gebirge | Belasiza | |
| Dominanz | 41,1 km → Schabran (2195 m, Slawjanka) | |
| Schartenhöhe | 1965 m ↓ Strumatal (4,6 km SSW Kulata bei 41° 20′ 54,7″ N, 23° 20′ 50,1″ O) | |
| Koordinaten | 41° 19′ 17″ N, 23° 7′ 14″ O | |
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| Typ | alpiner Felsgipfel | |
| Besonderheiten | höchster Gipfel des Belasiza-Gebirges | |
Der Radomir (bulgarisch Радомир, bis zum 29. Juni 1942 Kalabak (Калабак), griechisch Σιδερόπετρα bzw. Καλαμπάκ), gelegen im Belasiza-Gebirge an der Grenze zwischen Bulgarien und Griechenland, ist mit 2029 Metern (nach anderen Quellen 2030 m) der höchste Berg dieses Gebirges.
Der Name leitet sich direkt vom Personennamen Radomir oder dessen adjektivischer Form ab. In ihm stecken die slawischen Wörter Rad- (radost = Freude), -o- (Interfix) und -Mir (Welt; Frieden). Die sinngemäße Übersetzung lautet „derjenige, der sich um den Frieden kümmert“ oder „Freude für die Welt/den Frieden (bringen)“, „sich über die Welt/den Frieden freuen“.
Der Berg wurde am 29. Juni 1942 zu Ehren von Gawril Radomir (nach 970–1015), einem der letzten Zaren des ersten bulgarischen Reiches, umbenannt. Bis dahin trug der Berg den Namen Kalabak, der von der lokalen Bevölkerung noch heute verwendet wird.
Der Gipfel liegt rund 9 Kilometer südwestlich von Petritsch. Er erhebt sich auf dem Hauptgebirgskamm, westlich des Debelo Bardo (Дебело бърдо, 1951 m) und östlich des Lozen (Лозен, 1905 m). Der Berg hat eine pyramidenförmige Gestalt mit sehr steilen West- und Südhängen und besteht aus Metamorphit. Die Böden sind Bergwiesenböden und braune Waldböden, er ist mit subalpiner Grasvegetation bewachsen. Die Staatsgrenze zwischen Bulgarien und Griechenland verläuft entlang seines Kamms. Der Gipfel ist mit der Grenzpyramide Nr. 24 markiert.
Der Radomir bietet einen Panoramablick auf den Kerkini-See, den Fluss Struma und das gesamte Sjarskoto pole (Сярско поле, deutsch Schwefelfeld). Im Osten ist der Kamm zum Kongur (Конгур, 1951 m) sichtbar, im Westen sind es Lozen, Tumba (Тумба, 1880 m) und weitere Berge. Im Norden erstreckt sich das gesamte Tal der Strumica mit den Dörfern entlang des Flusses und dem Ograschden-Gebirge (Огражден).
Der Radomir ist Teil der Initiative „Покорител на 10-те планински първенци“ (deutsch Bezwinger der 10 Bergmeister) des Bulgarischen Tourismusverbandes (BTS). An den Hütten Kongur und Lopowo befindet sich ein Siegel zur Dokumentation einer Besteigung.
Die wichtigsten Ausgangspunkte für eine Besteigung sind die Stadt Petritsch (6 Stunden), das Dorf Samuilowo (5 Stunden) und die Hütten Lopowo (2 Stunden), Kongur (3 Stunden) und Belasiza (4,5 Stunden) auf bulgarischem Gebiet sowie das Dorf Mandradzhik (6 Stunden) in Griechenland.
Eine Straße und der Tourismusverband BTS in Petritsch sind nach dem alten Bergnamen Kalabak benannt, ebenso wie der Fußballverein im Dorf Samuilowo.