Raimo Yrjö Heinonen (* 29. Mai 1935 in Turku) ist ein ehemaliger finnischer Kunstturner. Er gewann bei Olympischen Spielen eine Bronzemedaille und bei Europameisterschaften eine Silbermedaille.
Der 1,74 Meter große Heinonen turnte für Turun Urheiluliitto in seiner Heimatstadt Turku. Er gewann vier finnische Meistertitel mit der Mannschaft und sieben im Einzel.
1956 bei den Olympischen Spielen in Melbourne siegte die Mannschaft aus der Sowjetunion vor den Japanern und den Finnen, deren Riege mit Raimo Heinonen, Onni Lappalainen, Olavi Leimuvirta, Berndt Lindfors, Martti Mansikka und Kalevi Suoniemi antrat. Im Mehrkampf erreichte Heinonen den 37. Rang. Bestes Einzelgerät war das Reck, an dem Heinonen einen geteilten 18. Platz erturnte. Im Jahr darauf bei den Europameisterschaften 1957 in Paris erreichte Heinonen den zwölften Platz im Mehrkampf.
1958 bei den Weltmeisterschaften in Moskau siegte die Sowjetische Mannschaft vor den Japanern. Dahinter erturnte die Riege aus der Tschechoslowakei die Bronzemedaille knapp vor den Finnen, die mit Raimo Heinonen, Otto Kestola, Martti Mansikka, Sakari Olkkonen, Kalevi Suoniemi und Eikki Toikka angetreten waren. Im Mehrkampf belegte Heinonen den 15. Platz.
Zwei Jahre später bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom erreichte die finnische Riege mit Eugen Ekman, Kauko Heikkinen, Raimo Heinonen, Otto Kestola, Olavi Leimuvirta und Sakari Olkkonen den sechsten Platz. Im Mehrkampf belegte Heinonen den 42. Platz unter 130 Startern. Sein bestes Gerät war wieder das Reck mit einem geteilten 22. Platz. 1961 bei den Europameisterschaften in Luxemburg wurde Heinonen 22. im Mehrkampf.
1962 bei den Weltmeisterschaften in Prag erreichte die finnische Riege den siebten Platz in der Besetzung Eugen Ekman, Kauko Heikkinen, Raimo Heinonen, Otto Kestola, Olli Laiho und Hannu Rantakari. Im Mehrkampf wurde Heinonen 40. unter 132 Teilnehmern. 1963 bei den Europameisterschaften in Belgrad wurde Heinonen 25. im Mehrkampf.
Bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio trat die finnische Mannschaft in der gleichen Besetzung wie 1962 an, in Tokio belegte sie den achten Platz. Im Mehrkampf kam Heinonen auf den 39. Platz. Sein bestes Einzelresultat war der geteilte 19. Platz im Pferdsprung. Heinonens letzter großer Wettkampf waren die Europameisterschaften 1965 in Antwerpen. Er belegte den 15. Platz im Mehrkampf. Im Pferdsprung gewann Wiktor Lissizki aus der Sowjetunion, dahinter erhielten drei Turner gleichauf Silber. Außer Heinonen waren dies auch der Bulgare Georgi Adamow und der Norweger Åge Storhaug. Für Heinonen war es achteinhalb Jahre nach Melbourne die zweite internationale Medaille.
Von 1967 bis 1969 war Heinonen finnischer Nationaltrainer, danach war er im finnischen Verband in verschiedenen Funktionen tätig.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heinonen, Raimo |
| ALTERNATIVNAMEN | Heinonen, Reimo Yrjö |
| KURZBESCHREIBUNG | finnischer Kunstturner |
| GEBURTSDATUM | 29. Mai 1935 |
| GEBURTSORT | Turku |