Raimund Wolfert (* 1963) ist ein deutscher Dozent, freier Autor und Herausgeber.
Raimund Wolfert hat Skandinavistik, Linguistik und Bibliothekswissenschaft in Bonn, Oslo und Berlin studiert.
Er veröffentlicht insbesondere zu Themen des deutsch-skandinavischen Kulturaustausches, zur Geschichte der Homosexuellen von Island bis Breslau sowie zu (inter-)nationalen Emanzipationsbewegungen des 20. Jahrhunderts. Zudem hat er Ausstellungen kuratiert, so etwa zu der Internationalen Homophilen Welt-Organisation, IHWO (Berlin, 2002), dem dänischen Schriftsteller Herman Bang (Berlin, 2021 in Zusammenhang mit der Installation einer Berliner Gedenktafel sowie Berlin 2024 zu Herman Bang und seine „Fasaneninsel“ in der VHS Berlin-Schöneberg) und der Malerin und transgender Pionierin Toni Ebel (Berlin, 2022; Solingen, 2023). Seit 2015 ist er Redakteur der wissenschaftlichen Zeitschrift Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, und seit 2018 führt er webbasierte Projekte zu historischen Themen durch, so zu der Berliner Schriftstellerin Eva Siewert, der Malerin Toni Ebel und der tschechoslowakischen Zeitschrift „der sexuellen Minderheit“ Hlas. Raimund Wolfert hat auch mehrfach Initiativen zur Verlegung von Stolpersteinen ergriffen, zum Teil im Namen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, so etwa für Felix Abraham, Alice Carlé und ihre Angehörigen, Pepi Drucker, Karl Giese, Walter Mann, Recha Tobias, Rudolf Schild (alle Berlin) und Ruth Maier (Oslo). Seit 2020 schreibt er ebenfalls für das Frankfurter Personenlexikon (online).
| Personendaten | |
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| NAME | Wolfert, Raimund |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker, freier Autor und Herausgeber sowie Dozent |
| GEBURTSDATUM | 1963 |