
Raimund Hug (* 17. April 1935 in Stühlingen; † 12. April 2026) war ein deutscher katholischer Geistlicher und Kirchenmusiker. Er war Domkapellmeister am Freiburger Münster.
Hug wuchs zusammen mit seinen vier Geschwistern, darunter sein Bruder Wolfgang Hug, als Sohn des Ehrenbürgers Franz Hug und dessen Frau Hilda in Stühlingen auf. Schon im frühen Kindesalter lernte er Orgel und Klavier spielen und entwickelte seine Leidenschaft für Kirchenmusik. Nach seiner Grundschulzeit zog er ins Konradihaus nach Konstanz und besuchte dort das Heinrich-Suso-Gymnasium. Nach seinem Abschluss studierte er in München und Freiburg Theologie und wurde 1960 von Weihbischof Hermann Schäufele zum Priester geweiht. Drei Jahre war er daraufhin in der Seelsorge tätig, bis er 1963 nach Wien ging, um dort Kirchenmusik zu studieren und seine Ausbildung als Orgelkonzert- und Kapellmeister bei Hans Gillesberger, Hans Swarowsky und Hans Haselböck zu machen. Anschließend studierte er Musikwissenschaften in Innsbruck und Basel.
1969 wurde er zum Domkapellmeister in Freiburg ernannt und gründete 1970 die Freiburger Domsingschule mit den Freiburger Domsingknaben, sowie 1973 die Mädchenkantorei am Freiburger Münster. 1976 folgte die Gründung der Choralschola, sowie 1981 die Gründung der Domkapelle. Mit allen Chören unternahm er mehrere Konzertreisen und veröffentlichte mit ihnen mehrere Fernseh-, Rundfunk- und CD-Produktionen. Hug war Domkapellmeister und Leiter der Domsingschule bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2003.
Raimund Hug leitete das von ihm 2006 gegründete Freiburger Ensemble „Cantus et Musica“.
Am 27. Juni 2010 feierte Hug seine Goldene Primiz zusammen mit Bernhard Eichkorn in der Heilig-Kreuz-Kirche in Stühlingen.
Die musikalische Leitung bzw. Durchführung oblag bei Raimund Hug, soweit nicht anders angegeben.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hug, Raimund |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher katholischer Geistlicher und Kirchenmusiker |
| GEBURTSDATUM | 17. April 1935 |
| GEBURTSORT | Stühlingen |
| STERBEDATUM | 12. April 2026 |