Rainer K. Wick

Rainer K. Wick (2009) mit Brosche des Künstlers Dieter Reick

Rainer K. Wick (* 18. Juni 1944 in Mechernich) ist ein deutscher Kunstwissenschaftler, Kunstpädagoge, Fachpublizist, Fotograf und emeritierter Universitätsprofessor.

Leben

Wick besuchte das Friedrich-Ebert-Gymnasium in Bonn, an dem er 1963 die Reifeprüfung ablegte. Von 1963 bis 1969 studierte er in Bonn und Köln Kunstgeschichte, Kunsterziehung, Pädagogik und Soziologie. 1969 legte er das 1. Staatsexamen für das Lehramt in der Sekundarstufe II ab. Nach dem 2. Staatsexamen 1971 wurde er Studienassessor, danach Studienrat und Oberstudienrat an der Fachoberschule für Gestaltung in Köln, wo er in den typenspezifischen Fächern (Gestaltung) unterrichtete. 1975 wurde er bei René König mit einer kunstsoziologischen Dissertation über Happening und Fluxus promoviert. Bis 1978 war er im Schuldienst tätig, zuletzt als Studiendirektor in der Funktion eines Pädagogischen Fachleiters für Kunst und Gestaltung am Gesamtseminar in Köln.

Von 1979 bis 1985 war er als Professor im Fachbereich Gestaltung und Kunsterziehung an der Universität Essen tätig. Hier lag sein Hauptarbeitsgebiet im Bereich der Lehre im Studiengang Gestaltungstechnik (Lehramt SII, berufliche Fachrichtung). 1985 erfolgte an der Universität Essen die Habilitation für Kunstpädagogik mit einer Untersuchung der pädagogischen Konzeptionen des Bauhauses. 1986 wurde er auf den Lehrstuhl für Kunst- und Kulturpädagogik an der Bergischen Universität Wuppertal berufen, den er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2009 innehatte. Seine Lehrtätigkeit reichte von der Kunstdidaktik und Kunstwissenschaft bis zur künstlerischen Praxis mit den Schwerpunkten Zeichnung und Fotografie.

Anlässlich seines 60. Geburtstags wurde er von der Universität Wuppertal mit der Festschrift „Topoi. Beiträge zu einer kulturarchäologischen Ortsbestimmung“ geehrt, deren Einzelbeiträge die Breite der wissenschaftlichen Interessen Wicks dokumentieren. Seit 2010 arbeitet Wick u. a. für das Online-Kulturmagazin „Musenblätter“ und für das „Portal Kunstgeschichte“.

Arbeit

Neben allgemeinen Fragen der Kunstdidaktik, speziellen Themen aus der Kunst- und Designgeschichte des 20. Jahrhunderts sowie der Kunstgeschichte Italiens und der Kunstsoziologie stehen vor allem die folgenden Bereiche im Mittelpunkt der Lehr-, Forschungs- und Publikationsaktivitäten von Rainer K. Wick: das Bauhaus und seine pädagogischen Konzeptionen, der Deutsche Werkbund als Institution der Kunst- und Kulturpädagogik, Einzelfragen der Historischen Kunstpädagogik, Möglichkeiten und Grenzen von Gestaltungslehren, Fotogeschichte und Fotodidaktik.

Im Bereich der künstlerischen Praxis liegt der Schwerpunkt Wicks auf dem Gebiet der Fotografie. Hervorgetreten ist er in Ausstellungen und Publikationen vor allem mit seinen Reisefotografien, vorwiegend in Schwarzweiß, mit denen er sich in der Tradition der Fotografie der Klassischen Moderne und der sog. Subjektiven Fotografie bewegt.

Neben Buchveröffentlichungen sowie Beiträgen in Zeitschriften, Katalogen und Lexika hat Wick die Hochschulreihe „Kontext. Schriftenreihe für Kunst, Kunsterziehung und Kulturpädagogik“ an der Universität Wuppertal begründet und herausgegeben (2009 eingestellt). Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie e. V. (DGPh), des Bauhaus-Archives e. V. Berlin und des ICOM Deutschland (Deutsches Nationalkomitee des Internationalen Museumsrats).

Publikationen (Auswahl)

Commons: Rainer K. Wick – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ hrsg. von Hermann J. Mahlberg (Wuppertal 2004)
  2. ↑ Musenblätter – Das unabhängige Kulturmagazin
  3. ↑ Portal Kunstgeschichte
Personendaten
NAME Wick, Rainer K.
ALTERNATIVNAMEN Wick, Rainer
KURZBESCHREIBUNG deutscher Kunstwissenschaftler, Kunst- und Kulturpädagoge und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 18. Juni 1944
GEBURTSORT Mechernich