Mit Modellraketensport bezeichnet man sportliche Wettkämpfe mit Modellraketen. Der Modellraketensport ist in Westeuropa wenig verbreitet, hingegen in den Staaten Osteuropas wie Polen, Tschechien, der Slowakei oder Bulgarien sehr beliebt.
Im Zuge des Modellraketensports werden verschiedene Wettbewerbe geflogen. Die häufigsten sind:
Es gibt verschiedene Reglemente, die z. B. von Verbänden, Vereinen und Veranstaltern aufgestellt werden. Am bekanntesten sind weltweit das Regelwerk der amerikanischen National Association of Rocketry (NAR), der U.S. Model Rocket Sporting Code (auch „Pink Book“ genannt), und das der Fédération Aéronautique Internationale (FAI), der FAI Sporting Code.
Das „Pink Book“ der amerikanischen NAR zählt 25 Klassen, darunter Höhen- und Flugdauerwettbewerbe, Scale- und Nutzlastklassen. Die Anfänge gehen dabei bis auf das Jahr 1959 zurück. Das Pink Book war auch Vorbild für den Modellraketen-Sporting-Code der FAI.
Der FAI Sporting Code sieht derzeit folgende Klassen vor:
Die meisten Klassen werden noch in einzelne Unterklassen weiter unterteilt. So handelt es sich zum Beispiel bei der Klasse S1B um Höhenmodelle, deren Motorisierung einen maximalen Impuls von 5 Ns, also Impulsklasse „B“, besitzen darf.
Das deutschsprachige „Green Book“ der Interessengemeinschaft Modellraketen (IMR) beinhaltet 7 Modellraketensport-Wettbewerbsklassen: Beschleunigungsrennen (Drag Race), Langzeitflug, Designs, Nutzlast (Payload), Höhenrekord, Bergung und Super Rocs. Die Regeln sind bewusst einfach gehalten und es steht der Spaß am Fliegen im Vordergrund. Die Wettbewerbsklassen verstehen sich auch zur Ergänzung zu bereits bestehenden Modellraketen-Wettbewerbsreglements.