Ralf Abati

Ralf Abati (geboren am 22. Februar 1964 in Zürich) ist ein Schweizer Airbrusher, Plastiker und Kirchenmaler.

Leben und Werk

Ein Blich in die Kirche von Signôra zeigt die farbenfrohe und lebendige Bemalung von Ralf Abati.
Die Innenbemalung der 2015 restaurierten Kirche von Signôra (Bild von ZanZero78)

Ralf Abati wurde als Sohn des Zahntechnikers Rino und der Bibliothekarin Ruth in Zürich geboren. Nach Abschluss der Schule absolvierte er eine Lehre zum Innendekorateur. Während dieser Zeit experimentierte er als einer der ersten mit dem Airbrush in der Kunst. Für kurze Zeit besuchte Abati die F+F Schule in Zürich. Mit einem seiner Lehrer, Emil Schwarz, blieb er bis zu dessen Lebensende befreundet.

1985 bis 1990 war Abati Assistent beim Schweizer Maler und Oscarpreisträger H.R. Giger. Es entstand eine tiefe Freundschaft und ein künstlerischer Austausch, der bis zu Gigers Tod andauerte. Bei H.R. Giger hatte Abati die Gelegenheit, seine Airbrush-Technik zu verfeinern. Er schuf Unterwasserwelten, Mikrokosmos-Makrokosmus, so der Titel im Tages-Anzeiger zu seinen Werken, welche er bereits früh in Zürich und Umgebung zeigen konnte. Unermüdlich experimentierte er in seinem Schaffen mit verschiedenen Materialien und Techniken. Seinem Stil blieb er dabei immer treu. „Ralfs malerische Welt ist positiv, farbig und voller Lebensfreude“ (Zitat H.R. Giger).

1992 heiratete er seine erste Frau Manuela. Aus dieser Ehe gingen zwei Töchter hervor. 2008 zog er mit seiner Familie nach Bürglen im Kanton Thurgau, wo er ein eigenes Atelier bezog. Er engagierte sich in der Schule, wo er Zeichenunterricht gab. Mit seinen Schülern gestaltete er die Kreiselunterführung in Bürglen. 2013 wurde die Ehe geschieden. Darauf zog Abati für zwei Jahre ins Tessin. Dort lernte er seine zweite Frau Pascale kennen. Er renovierte die Kirche in Signôra. Mit der Kirchenmalerei ging für Abati nach eigenen Angaben ein Lebenstraum in Erfüllung.

Heute lebt und arbeitet er in Adliswil, Zürich.

Ausstellungen und Projekte (Auswahl)

Gruppenausstellungen

Ein Einblick in das Atelier von Ralf Abati

Einzelausstellungen

Literatur

Commons: Ralf Abati – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Museum HR Giger: Ralf Abati - Surreales Intermezzo. (PDF) In: HR Giger Museum. HR Giger Museum, 20. November 2019, abgerufen am 3. April 2024.
  2. ↑ Ralf Abati zeigt im Giger-Museum seine surrealen Bilder. In: Freiburger Nachrichten. 26. Dezember 2019, abgerufen am 3. April 2024 (Schweizer Hochdeutsch).
  3. ↑ Fritz Billeter: Im Dorf verwurzelt, in der Schöpfung zu Hause. Hrsg.: Fritz Billeter. Benteli Verlag, Bern 2010, ISBN 978-3-7165-1637-9, S. Cover.
  4. ↑ Das macht die Schule Bürglen auch noch aus – IQES. Abgerufen am 3. April 2024.
  5. ↑ Arne Goebel: Aufhellungen im Untergrund. 19. Mai 2010, abgerufen am 3. April 2024.
  6. ↑ Die Kirche von Signôra, Kirchenmalerei von Ralf Abati in einem Film von Werner Kropik. Abgerufen am 5. April 2024 (deutsch).
  7. ↑ Schweiz aktuell - Moderner Kirchenmaler - Play SRF. Abgerufen am 11. April 2024.
  8. ↑ Ortsmuseum und Mühle. Abgerufen am 11. April 2024.
  9. ↑ Gemälde Galerie, Einrahmungsservice in Erlinsbach nahe Aarau, Olten und Frick im Aargau. Abgerufen am 11. April 2024.
  10. ↑ Archiv. Abgerufen am 11. April 2024 (Schweizer Hochdeutsch).
  11. ↑ Le Château St-Germain (Musée Giger). Abgerufen am 11. April 2024 (Schweizer Französisch).
  12. ↑ Einladung. In: Galerie Tenne. Abgerufen am 1. April 2024.
  13. ↑ Hirslanden Klinik Aarau: Spitzenmedizin ganz persönlich. 1. April 2024, abgerufen am 11. April 2024.
  14. ↑ Universitätsklinik Balgrist: Orthopädie und Spitzenmedizin. 2024, abgerufen am 11. April 2024 (Schweizer Hochdeutsch).
  15. ↑ Galerie Infinys – contemporary art. 8. Juni 2017, abgerufen am 11. April 2024 (deutsch).
  16. ↑ Arne Goebel: Abati-Bild für die Gemeinde. 22. September 2009, abgerufen am 11. April 2024.
  17. ↑ Arne Goebel: Aufhellungen im Untergrund. 19. Mai 2010, abgerufen am 11. April 2024.
  18. ↑ Schweiz aktuell - Moderner Kirchenmaler - Play SRF. Abgerufen am 11. April 2024.
  19. ↑ Einladung. In: Galerie Tenne. 1. Mai 2018, abgerufen am 8. April 2024.
  20. ↑ Einladung zur Ausstellung: Ralf Abati, Surreales Intermezzo. (PDF) In: H.R. Giger Museum. Abgerufen am 1. April 2024.
  21. ↑ Galerie Kunst-Akt zeigt Ralf Abati. Abgerufen am 15. November 2024.
Personendaten
NAME Abati, Ralf
KURZBESCHREIBUNG Schweizer bildender Künstler und Kirchenmaler
GEBURTSDATUM 22. Februar 1964
GEBURTSORT Zürich