Ralf Dose (geboren 1950 in Lübeck) ist ein deutscher Erziehungswissenschaftler und LGBT-Aktivist.
Dose studierte Publizistik, Philosophie, Erziehungswissenschaften und Psychologie sowohl in Göttingen als auch an der FU Berlin und schloss 1979 mit dem Magister Artium ab.
Anschließend wirkte Dose als studentischer Mitarbeiter im Erziehungswissenschaftlichen Institut an der FU Berlin sowie in der Arbeitsstelle Hochschuldidaktische Fortbildung und Beratung. Schließlich erledigte er auch Sekretariatsarbeiten und war Technischer Assistent in der Kleinstkindpädagogik. Später war Dose Lehrbeauftragter für Sexualpädagogik an den Universitäten Berlin und Hannover.
Seit 1972 engagierte Dose sich in der Westberliner Schwulenbewegung. Neben Hans-Günter Klein und Manfred Herzer war er einer der Mitbegründer der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft. Er war von 1982 bis 2025 ehrenamtlich oder hauptamtlich für die Gesellschaft bzw. die Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft aktiv.
Zu Doses Arbeitsschwerpunkten gehört die Erforschung der Geschichte des Instituts für Sexualwissenschaft, die Recherche zu den Biografien der Mitarbeiter, die Organisationsgeschichte der Sexualreformbewegung. Dose hat zur Homosexuellenbewegung, zur Geschichte der Sexualwissenschaft und der Sexualreform zahlreiche Publikationen vorgelegt.
Dose war 1982 ein Gründungsmitglied der pädophilenfreundlichen Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität und saß bis 2001 in deren Kuratorium. Nach dem Bekanntwerden dessen und weiterer Vorwürfe zu einer möglichen pädo-aktivistischen Vergangenheit trat er 2025 vom Vorsitz der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft zurück.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dose, Ralf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Erziehungswissenschaftler, Historiker, freier Autor und Herausgeber |
| GEBURTSDATUM | 1950 |
| GEBURTSORT | Lübeck |