Ralf Erdmann (* 1. November 1959 in Kamen) ist ein deutscher Biochemiker und Zellbiologe. Er ist Professor für Systembiochemie an der Ruhr-Universität Bochum und arbeitet u. a. auf dem Gebiet der Peroxisomenbiologie.
Ralf Erdmann wurde 1959 in Kamen geboren und wuchs in Bergkamen (NRW) auf. Er studierte Biologie an der Ruhr-Universität Bochum, wo er 1986 sein Diplom erwarb und 1989 in der Arbeitsgruppe von Wolf-Hubert Kunau promovierte. Anschließend war er als Postdoktorand und Feodor-Lynen-Stipendiat der Alexander von Humboldt Stiftung tätig, unter anderem mehrere Jahre an der Rockefeller University in New York City im Labor des Nobelpreisträgers Günter Blobel.
Nach weiteren wissenschaftlichen Stationen, darunter eine Professur an der Freien Universität Berlin, wurde er 2002 auf den Lehrstuhl für Systembiochemie an die Ruhr-Universität Bochum berufen. Dort ist er am Institut für Biochemie und Pathobiochemie tätig.
Ralf Erdmann ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.
Ralf Erdmanns Forschungsschwerpunkt liegt auf der Biogenese und Funktion von Peroxisomen. Er gilt als Mitentdecker der sogenannten Peroxine, einer Gruppe von Proteinen, die für den Aufbau und die Funktion dieser Zellorganellen notwendig sind.
Seine Arbeiten trugen wesentlich zum Verständnis des Proteinimports in Peroxisomen sowie der molekularen Grundlagen peroxisomaler Erkrankungen bei.
| Personendaten | |
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| NAME | Erdmann, Ralf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Biochemiker und Zellbiologe |
| GEBURTSDATUM | 1. November 1959 |
| GEBURTSORT | Kamen |