Ralph Tepel

Ralph Tepel, self-portrait 2014

Ralph Tepel (* 1964 in Celle) ist ein deutscher Künstler, der sich mit Fotografie, Malerei, Bildhauerei und Klangkunstprojekten beschäftigt.

Leben

Tepel beschäftigte sich bereits in seiner Jugend mit künstlerischen Themen, malte, zeichnete und schuf erste plastische Arbeiten und Skulpturen. Nach seinem Abitur am Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium studierte er ab 1983 neben der evangelischen Theologie auch Design und Kunst in Wuppertal, Heidelberg und Bonn. Von 1995 bis 1997 war er Meisterschüler bei dem aus São Paulo nach Köln zurückgekehrten Alfons Engling.

1995 lernte er in Köln Helmut Tollmann kennen, mit dem ihn eine tiefe Freundschaft verbindet und bei dem er von 1998 bis 2006 als Assistent arbeitete. Die von Helmut Tollmann entwickelte Multilayer-Technik mit der Verbindung aus Druck und Fotografie entlehnten Techniken faszinierte ihn sehr und haben Auswirkungen bis in die heutigen Arbeiten.

Seit 2018 ist er der künstlerische Direktor des Museums für Japan und zeitgenössische Kunst - Schloss Mitsuko.

Werk

Ralph Tepel war als künstlerischer Fotograf etliche Jahre Mitglied der American Society of Picture Professionals und des Adobe Photographers Directory. Er wurde mit seiner Arbeit im Band 1 von Künstlerische Fotografie heute veröffentlicht. In den Jahren 2007 und 2008 lebte und arbeitete Ralph Tepel in Calgary, Alberta. Dort entstand eine Fülle neuer fotografischer Arbeiten. Das Ausstellungs- und Buchprojekt „inspired by music“ fand in Calgary seinen ersten Höhepunkt: Fotografien von Ensembles aus den Genres Klassik, Jazz und Worldmusic, die in mehr als einem Jahrzehnt aufgenommen wurden.

Da Ralph Tepel in den Jahren 2004–2006 eine Serie von Gemälden über die „Gesichter des Grundgesetzes“ präsentiert hatte, wurde er von Christian Kiefer zum Musik- und Kunstprojekt „Of Great and Mortal Men“ von J. Matthew Gerken, Christian Kiefer und Jefferson Pitcher über die 44 Präsidenten der USA eingeladen und steuerte das Bild “Richard Nixon” bei.

Nach der Verlegung des Ateliers nach Solingen, begann die Suche nach neuen Ausdrucksformen unter dem ständigen Leitmotiv Freiheit. Die politischen Akzente in seiner Malerei und Bildhauerei fokussierten sich auf das Thema der Zerstörung von Freiheit durch Digitalisierung und Ökonomisierung. Diese Arbeiten wurden in der Kornelius-Galerie Anfang 2015 präsentiert.

Der Tod seines Vaters und sein eigener schwerer Unfall im Jahr 2014 markierten eine tiefe Veränderung in seinem Leben und Werk. Er setzte sich intensiv mit dem Werk von Jean-Michel Basquiat auseinander und fand zu einer neuen Bildsprache, die ihn zum "Mythenspiel" brachte angelehnt an Ludwig Wittgensteins "Sprachspiel" und Roland Barthes "Mythen des Alltags". Dazu erschien 2015 in Peripheral Arteries 2015 ein Interview mit großer Bildstrecke. Das Spiel mit Information und Bildschichten führte ihn zu seinem neuen "Spielplatz", der Auslöschung von Information durch Überlagerung.

Ausstellungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Künstlerische Fotografie heute, Band 1, ars momentum Kunstverlag, Witten 2007
Personendaten
NAME Tepel, Ralph
KURZBESCHREIBUNG deutscher Künstler
GEBURTSDATUM 1964
GEBURTSORT Celle