Raschmacher bezeichnete bis in das 19. Jahrhundert hinein Handwerker, die ein leichtes geköpertesGewebe, den sogenannten Rasch, produzierten. Es handelte sich meist um einen leicht gearbeiteten groben Wollstoff.
Unterschieden wurden zwei Arten des Rasch je nach Aufbereitung des Garns:
Das Wort geht auf den Namen der flandrischen beziehungsweise heute französischen Stadt Arras zurück (Arras → Arrasch → Rasch), wo man Wollstoffe zuerst auf diese Weise veredelte.
Literatur
in der Reihenfolge des Erscheinens
Rasch. In: Johann Georg Krünitz: Oeconomische Encyclopädie. Band 120: Querdeich – Ratzenfalle. 1812, S. 664–665
↑Rasch. In: Allgemeine deutsche Real-Encyclopädie für die gebildeten Stände. 10. Auflage. Band 12: Perthes – Riff. F.A.Brockhaus, Leipzig 1853, S. 567.