Rauchzeichen

Noon Gun in Kapstadt seit 1806

Rauchzeichen sind eine einfache Form der Fernkommunikation, genauer der optischen Telegrafie, bekannt geworden besonders durch die Anwendung bei den indigenen Stämmen Nordamerikas.

Neben den gewollten Rauchzeichen zur Kommunikation kann man jegliche Rauchbildung (sowohl natürliche als auch künstliche) als Zeichen lesen, die unser Handeln beeinflussen. So kann z. B. eine starke Rauchentwicklung bei Waldbränden Veranlassung sein, seinen Aufenthaltsort zu ändern.

Geschichte

Frederic Remington: Rauchzeichen der Indianer
Rauchzeichen als Notsignal
Rauchboje

Um die dazu benötigten Rauchwolken zu erhalten, setzten nordamerikanische Ureinwohner dem offenen Feuer in der Regel nasses Gras zu. Anschließend wurde die nun stark qualmende Feuerstelle mit einer Decke abgedeckt. Der sich sammelnde Rauch wurde in bestimmten Abständen freigesetzt, so dass eine Zeichenfolge von „Rauch“ und „Nichtrauch“ entstand, ähnlich wie beim Morsen, denen unterschiedliche Bedeutungen zugeteilt wurden. Andere Unterscheidungsmerkmale waren die unterschiedliche Größe der einzelnen Wolken sowie die Farbe, die durch die Wahl der rauchbildenden Feuerbeigaben beeinflusst wurden.

Doch nicht nur die Ureinwohner Amerikas verständigten sich mittels Rauchzeichen. So wurden beispielsweise in der Antike des Abendlandes und im alten China Rauchzeichen zu militärischen Zwecken benutzt.

Beispiele

Literatur

Wiktionary: Rauchzeichen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Martin Werner: Nachrichtentechnik. Eine Einführung für alle Studiengänge, 7. Auflage, Vieweg + Teubner Verlag, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-8348-0905-6, S. 216.
  2. ↑ Alte Formen der Telegraphie – sterben Feuersignale und Co aus? (abgerufen am 5. Januar 2018)
  3. ↑ Der Tagesspiegel: Weiß oder schwarz – manchmal ist die Farbe nicht ganz eindeutig (abgerufen am 5. Januar 2018)