
Raymond Paul Legrand (* 23. Mai 1908 in Paris; † 25. November 1974 in Nanterre) war ein französischer Orchesterleiter, Arrangeur und Komponist.
Legrand war ein Schüler von Gabriel Fauré am Pariser Konservatorium. Er war einige Jahre in den USA bei Paul Whiteman und arbeitete danach als Arrangeur für das Orchester von Ray Ventura (und andere Orchester), bevor er während der deutschen Besatzung ein eigenes Orchester gründete, das vielfach aus Musikern aus dem ehemaligen Orchester von Ray Ventura bestand (der emigrieren musste). Sängerin darin war seine Ehefrau Irène de Trébert. Er kollaborierte teilweise mit der deutschen Besatzung, was ihm aber nach dem Krieg nicht permanent schadete. Später begleitete er unter anderem Maurice Chevalier, Georges Guétary, Édith Piaf, Colette Renard (die er ebenfalls heiratete, sie war vorher seine Sekretärin), Fernandel, den Sœurs Étienne und Tino Rossi. Er schrieb zahlreiche Filmmusiken wie für Mademoiselle Swing von Richard Pottier (1942). 1948 wurde er künstlerischer Leiter von Decca. Er war auch als Saxophonist tätig.
Legrand heiratete 1929 Marcelle der Mikaëlian, die Schwester des Orchesterleiters Jacques Hélian. Sie hatten die gemeinsamen Kinder Christiane Legrand von den Swingle Singers und Michel Legrand, selbst ein bekannter Orchesterleiter und Komponist. Er heiratete noch mehrmals. Zu seinen insgesamt sechs Kindern gehören auch der Schriftsteller Benjamin Legrand und der Maler Olivier Legrand.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Legrand, Raymond |
| ALTERNATIVNAMEN | Legrand, Raymond Paul (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Orchesterleiter, Arrangeur und Komponist |
| GEBURTSDATUM | 23. Mai 1908 |
| GEBURTSORT | Paris |
| STERBEDATUM | 25. November 1974 |
| STERBEORT | Nanterre |