
Readiness 2030, früher auch als ReArm Europe bekannt, ist eine strategische Verteidigungsinitiative der Europäischen Union, welche am 4. März 2025 von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgestellt wurde. Das Ziel der Initiative ist die Stärkung der europäischen Streitkräfte mit einem Budget von 800 Milliarden Euro, welche so unabhängiger von internationalen Partnern werde sollen. Gründe sind der Krieg in der Ukraine sowie die geopolitische Neuausrichtung der Vereinigten Staaten unter Donald Trump.
Nach der Russischen Invasion der Ukraine 2022 wurde die Debatte um Aufrüstung in der Europäischen Union erneut stärker diskutiert. Mit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten 2024 und dessen zweiter Amtszeit folgte eine Neuausrichtung der US-amerikanischen Außenpolitik, welche sich zunehmend von der NATO distanzierte und auch Unterstützung der Ukraine kritisch gegenüberstand. Die Stärke der europäischen Streitkräfte rückte so zunehmend in die öffentliche Debatte.
Am 30. Oktober 2024 veröffentlichte der ehemalige finnische Präsident und Berater der EU-Kommission Sauli Niinistö einen Bericht, in welchem er 80 Vorschläge einbrachte, welche Europa in Zukunft krisenresistenter machen sollte. Laut diesem sollten sowohl zivile als auch militärische Krisen angegangen werden, wobei die EU 20 % ihres Budgets für die Sicherheit und Vorbereitung auf eventuelle Krisen aufwenden sollte. Konkrete Maßnahmen beinhalteten ein besserer Kampf gegen Korruption, eine Stärkung der Zusammenarbeit zwischen EU und NATO. Am London-Gipfeltreffen zur Ukraine 2025 wurden weitere Diskussionen diesbezüglich geführt.
Zwei Tage nach diesem Treffen, am 4. März 2025 stellte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den ReArm-Europe-Plan offiziell vor.
Hauptziele des Plans sind die Sicherstellung der Unabhängigkeit Europas bezogen auf militärische Kapazitäten, die Unterstützung der Ukraine und die Vorbereitung auf potentiell komplizierte Beziehungen zu den Vereinigten Staaten. Priorität wurde Investitionen in Dronen und Artillerie gegeben. Die Europäische Rüstungsindustrie soll hierbei das geforderte Volumen mit entsprechender Geschwindigkeit produzieren können.
Der Plan beinhaltet fünf Hauptmaßnahmen.