Beim Namen Rebecca handelt es sich um die lateinische Variante des griechischen Namens ῬεβέκκαRebékka, der seinerseits auf den hebräischen Namen רִבְקָהriwkāh zurückgeht.
Die Bedeutung des Namens gilt nach wie vor als umstritten.
Eberhard Nestle führt den Namen auf die hebräische Formulierung רב קוה „große Geduld“, „große Erwartung“ zurück. Dies passt zur Beschreibung Philos, der in der biblischen Rebekka die Verkörperung von Geduld und Tugend sieht.
Johann Jakob Stamm deutet Rivqāh als eine Nebenform von biqrāh, was auf das arabischebaqarat „Kuh“ zurückzuführen ist. Vergleichbare Tiernamen finden sich auch bei Lea oder Rahel.
Als unsicher gelten Deutungen von arabisch rabkatun „Schlinge“ oder ein Zusammenhang mit dem neuhebräischen Wort רבקה „Koppelung“, was die Verbindung der Völker Israel und Edom symbolisieren soll.
In den USA ist der Name weit verbreitet. Besonders beliebt war er von der Mitte der 1970er bis in die Mitte der 1990er Jahre. Erst in den letzten Jahren wird er dort relativ selten vergeben. Ein ähnliches Bild zeigt sich für Kanada. Auch in Australien und Neuseeland gehörte er in diesem Zeitraum zu den beliebtesten Mädchennamen.
Im Vereinigten Königreich zählte Rebecca noch in den 1990er Jahren zu den beliebtesten Mädchennamen, dann sank die Popularität, sodass der Name heute nur noch selten vergeben wird. In Irland hatte die Beliebtheit des Namens länger Bestand. Erst im Jahr 2021 verschwand Rebecca dort aus der Liste der 100 beliebtesten Mädchennamen.
In Italien hat sich der Name unter den 40 beliebtesten Mädchennamen etabliert. Der Name wird in Frankreich seit 1900 vergeben. Von 1955 bis heute befindet er sich fast jährlich in den Top-500. Zwischen 1981 und 2000 lag er in den Top-200 der Hitlisten. In Belgien gehörte der Name am Ende der 1990er Jahre zeitweise zu den Top-200. In den Niederlanden taucht der Name seit 1930 durchgehend in den Hitlisten auf. In den 1990er Jahren befand er sich kurzzeitig in den Top-100. Der Name lag in Schweden von den 1990er bis zu den 2010er Jahren in den Top-100. In Dänemark befindet sich der Name seit 1985 in den Hitlisten. Besonders beliebt war er um die Jahrtausendwende. Der Name war in Norwegen in den 1990er Jahren kurzzeitig populär.
Deutscher Sprachraum
Rebecca wurde in Deutschland ab den 1960er Jahren modern. Besonders in den 1980er und 1990er Jahren war er verbreitet, erreichte jedoch nie die Topränge. Heute wird der Name wieder seltener vergeben. Im Jahr 2021 stand er auf Rang 186 der deutschen Vornamenscharts. Heute wird der Name überwiegend in der Schreibweise Rebecca vergeben. Nur etwa ein Viertel der Eltern wählt die ehemals klassische Variante Rebekka. Nur sehr selten werden weitere Schreibweisen gewählt.
In Österreich wird der Name seit 1984 bei der Namenswahl berücksichtigt. Zwischen 1987 und 2008 befand sich der Name unter den 100 beliebtesten Mädchennamen. Von 1984 bis 2023 wurde der Name etwa 3.300 Mal vergeben. Der Name kommt in der Schweiz seit den 1940er Jahren jedes Jahr in der Namensgebung vor. Zwischen 1980 und 2003 lag er durchgehend in den Top-100. Von 1930 bis 2023 wurde er rund 5.100 Mal gewählt.
123Wilhelm Gesenius:Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. 18. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-25680-6, S.1216.
↑Walter Bauer:Griechisch-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur. Hrsg.: Kurt Aland, Barbara Aland. 6. Auflage. Walter de Gruyter & Co., Berlin/New York 1988, ISBN 3-11-010647-7, S.1471.
123Renate Andrea Klein:Rebekka.In:Bibelwissenschaft.Deutsche Bibelgesellschaft,April 2009,abgerufen am 2.Juni 2024.
↑Rebecca.In:Behind the Name.Mike Campbell,abgerufen am 1.Juni 2022(englisch).