Reconfigurable Computing

Der Begriff Reconfigurable Computing (engl.) bezeichnet das Gebiet der rekonfigurierbaren Rechensysteme und ihrer Anwendungen. Hierbei handelt es sich um Rechensysteme, die in ihrer Struktur programmierbar sind, wie beispielsweise auf der Basis von FPGAs – im Gegensatz zu herkömmlichen Von-Neumann-Rechnern, deren Befehlsströme in einer festen Struktur ablaufen und die via Zeitplanung programmiert werden (instruction scheduling).

Paradigmen-Klassifikation für Rechnerarchitekturen

Die folgende Tabelle zeigt ein von Nick Tredennick um 1995 publiziertes Klassifikations-Schema für Rechner-Paradigmen von drei grundlegenden Rechnerarchitekturen.

Nick Tredennicks Rechner-Klassifikationsschema
Rechnerklasse Ressourcen / Programmierungsquelle Algorithmen / Programmierungsquelle
frühe historische Rechner fest / keine fest / keine
Von-Neumann-Rechner fest / keine variabel / Software (Befehlsströme)
Reconfigurable Computing variabel / Configware (Konfiguration) variabel / Flowware (Datenströme)

Varianten von rekonfigurierbaren Rechensystemen

Beim Reconfigurable Computing, also den rekonfigurierbaren Rechensystemen wird unterschieden zwischen

Abgrenzung zu anderen Rekonfigurierbarkeitsformen

Diese Abgrenzung erfolgt vor allem über die Ebene der Rekonfigurierbarkeit.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ R. Hartenstein: A Decade of Reconfigurable Computing: a Visionary Retrospective. In: Design, Automation and Test in Europe, 2001. Conference and Exhibition 2001. Proceedings, S. 642–649.