In Leuben war seit 1815 der junge, aus Dresden stammende Pfarrer Christian Traugott Schubarth tätig. In seiner Amtszeit wurde am 31.Oktober 1817 vor dem Turm der (alten) Leubener Kirche eine Eiche anlässlich des 300. Jahrestages von Luthers Thesenanschlag, dem Beginn der Reformation, gepflanzt. Nachdem die Kirche infolge des Bevölkerungswachstums zu klein geworden war, erfolgte in den Jahren 1899 bis 1901 der Neubau einer größeren Kirche, der Himmelsfahrtskirche, neben der alten Kirche. Obgleich dafür die beiden Leubener Dorfteiche sowie ein Teil des Kirchhofs verschwanden, mussten weder die Reformationseiche, noch die 1883 gepflanzte Luthereiche gefällt werden.
Der Baum ist inzwischen ein dominierender Teil einer Baumgruppe. Seine genaue Identifizierung muss allerdings als unsicher angesehen werden, da sie noch nicht durch Archivmaterial aus der Zeit der Pflanzung bestätigt werden konnte.
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Christian Traugott Schubarth (1785–1859), einziger Sohn des Königl. Sächs. geheimen Finanzsekretärs und Dresdner Ober-Salzinspektors Johann Gottfried Schubarth (†1823), war ab 1811 Katechet am Ehrlichschen Gestift, 1814 Pfarrer in Loschwitz und ab 1815 Pfarrer in Leuben. Vgl.
· August Hermann Kreyssig:Album der evangelisch-lutherischen Geistlichen im Königreiche Sachsen von der Reformationszeit bis zur Gegenwart. Rammingsche Buchdruckerei, Dresden 1883, S.111 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
· August Raum:Ramming’s Kirchlich-statistisches Handbuch für das Königreich Sachsen. Rammingsche Buchdruckerei, Dresden 1853, S.42 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
· Familien-Nachrichten. In: Leipziger Zeitung. Nr.113. Leipzig 12.Juni 1823, S.1384 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
↑Lars Herrmann:Himmelfahrtskirche.In:dresdner-stadtteile.de.ArchiviertvomOriginal(nicht mehr online verfügbar)am6.Juli 2022;abgerufen am 10.Juli 2022(Dort mit falscher Jahreszahl 1815 statt 1817.).
↑Rainer Pfannkuchen:Luther-Bäume – Tatsachen, Legenden, Vermutungen. Luther-Bäume in Dresden und Umgebung. In: Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz. Nr.3. Dresden 2017, S.36. Ebenfalls erschienen in Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft (MDDG) Nr. 103 (2018), ISBN 978-3-8186-0393-9, S. 151–164.