Regine Marth

Regine Marth (* 26. März 1960) ist eine deutsche Kunsthistorikerin und seit 1998 Oberkustodin im Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig. Ihre Forschungsgebiete liegen im Bereich der hochmittelalterlichen Kunst sowie der Kunst der Barockzeit.

Ausbildung

Marth studierte in Berlin und Bonn Kunstgeschichte, Anglistik sowie Klassische und Christliche Archäologie und wurde 1988 an der Freien Universität mit der von Peter Bloch betreuten Arbeit „Untersuchungen zu romanischen Bronzekreuzen. Ikonographie – Funktion – Stil“ promoviert. Von 1989 bis 1991 folgte ein wissenschaftliches Volontariat am Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg.

Tätigkeiten

Nach Tätigkeiten an verschiedenen Museen, wie dem Kestner Museum in Hannover, dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg und dem Deutschen Historischen Museum in Berlin arbeitet Marth seit 1996 am Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig als Leiterin der Abteilung „Skulpturen, Antike, Mittelalterliche und Außereuropäische Kunst“. In dieser Zeit richtete sie die Mittelaltersammlung in der Burg Dankwarderode mit einem thematischen Konzept neu ein, verantwortete Sonderausstellungen wie „Lockenpracht und Herrschermacht“ (2006) und gab umfangreiche Bestandskataloge zu den von ihr betreuten Sammlungsbereichen heraus: Ostasiatika 2002, Altägypten 2012 und Ethnographica 2016.

Sonstiges

Marth ist Mitglied im Vorstand der Reiner Winkler Stiftung mit Sitz in Gießen zur Förderung von Forschung zur barocken Skulptur und Kleinplastik. Sie hat die ICOM-Handreichung „Elfenbein in Museen. Vorschläge für einen differenzierten Umgang“ mitverfasst, die 2021 erschienen ist. Weiterhin ist sie eine der Leiterinnen der international zusammengesetzten „Baroque and Later Ivory Studies Group“, die sich jährlich an verschiedenen Orten zu Forschung und Diskussion über Elfenbeinskulptur trifft. Privat engagiert sich Marth in der internationalen Gemeinschaft der Lions Clubs.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Das Herzog Anton Ulrich-Museum und seine Sammlungen 1578, 1754, 2004. Hirmer, München 2004, ISBN 978-3-7774-2295-4, S. 362.
  2. ↑ Barocke Kunststückh: sculpture studies in honour of Christian Theuerkauff. Hirmer, München 2011, ISBN 978-3-7774-4421-5, S. 239.
  3. ↑ Elfenbein in Museen. Vorschläge für einen differenzierten Umgang – ICOM Deutschland. Abgerufen am 1. Februar 2026.