Regiocasting

Regiocasting bzw. Regionalisierung bezeichnet das Übertragen unterschiedlicher Programminhalte ein und desselben Senders für verschiedene Regionen. Ein Sender (Radio oder Fernsehen), welcher beispielsweise mehrere Bundesländer oder Länder in einer Senderkette versorgt, kann so trotzdem Regionalität vermitteln.

Technik

Bei dem computergestützten Regiocasting gibt es grundsätzlich zwei Methoden:

Radioautomationen wie Dalet, mediatron, Zenon, DigaSystem (früher: DigAS) oder DABiS800 bieten das Regiocasting in der Standardversion an.

Beispiel

In der Radioautomation wird ein gebrandeter Musiktitel gestartet, mit dem ein Regionalisierungsevent verknüpft ist. Durch einen Knopfdruck hört man beispielsweise in Gelsenkirchen „Die neusten Hits, das meiste Wissen für Gelsenkirchen auf Wikiradio 98,8“. In Köln hört man zum gleichen Zeitpunkt „Die neusten Hits, das meiste Wissen für Köln auf Wikiradio 102,0“.

Nachteile

In den Gebieten, in denen sich Sendegebiete überschneiden oder bei der Autofahrt kann es vorkommen, dass der Radioempfänger zwischen zwei Frequenzen hin- und herschaltet. Der Grund ist, dass sich das Radiogerät durch die RDS-Technik immer die am besten zu empfangende Frequenz sucht. Läuft ein Musiktitel, oder ist das Programm nicht regionalisiert bleibt dies für den Hörer meistens unbemerkt. Laufen auf den beiden Frequenzen, zwischen denen der Empfänger gerade hin- und herschaltet, regionalisierte Programminhalte (regionales Wetter, Veranstaltungshinweise...), hat der Hörer das störende Gefühl, dass ein anderer Sender in sein Programm "hineinfunkt".

Zusätzlich ist beim Sendeablauf erhöhte Obacht gegeben, dass die richtigen Audios den entsprechenden Regiocastingstrecken zugeordnet werden. Sonst laufen beispielsweise in Köln die Veranstaltungshinweise für Düsseldorf.

Einzelnachweise

  1. ↑ "Digas" auf dem RundfunkWiki, abgefragt am 26. Oktober 2009.