
Das Zentralkrankenhaus Bozen ist das größte Krankenhaus in der italienischen Provinz Südtirol. Es befindet sich im Stadtteil Gries-Quirein in der Lorenz-Böhler-Straße. Der Gesundheitsbezirk von Bozen ist für ein Gebiet von 1525 km² zuständig. Das Einzugsgebiet des Krankenhauses umfasst etwa 45 % der Gesamtbevölkerung des Landes. Verwaltet wird die Einrichtung durch den Südtiroler Sanitätsbetrieb. Mit Stand Oktober 2025 bestehen am Zentralkrankenhaus Bozen 614 aktive Betten, die gesamte Nutzfläche beträgt 25.000 m².

Das Zentralkrankenhaus Bozen verfügt über diverse farbkodierte Bereiche und gliedert sich baulich wie folgt:
Zur Nutzung der einzelnen Gebäude sei auf den Abschnitt Administrative und funktionale Gliederung verwiesen.
Die Leitung des Krankenhauses teilt sich zwischen drei Positionen auf:
Organisatorisch gliedert sich das Zentralkrankenhaus Bozen in Abteilungen, Dienste und ein Zentrallabor. Zudem nimmt das Zentralkrankenhaus den Großteil der landesweiten Dienste des Südtiroler Sanitätsbetriebs wahr.
Insgesamt verfügt das Krankenhaus über 27 Abteilungen im Gebäudekomplex in der Lorenz-Böhler-Straße:
| Abteilung | Standort |
|---|---|
| Allgemeine Chirurgie | Trakt A |
| Neurochirurgie | Trakt A |
| Gefäß- und Thoraxchirurgie | Trakt B |
| Hals-Nasen-Ohrenheilkunde | Trakt B |
| Orthopädie und Traumatologie | Trakt B |
| Augenheilkunde | Trakt C |
| Zentralisierte Day and Week Surgery | Trakt C |
| Beobachtungsstation | Trakt D |
| Urologie | Trakt D |
| Anästhesie und Intensivmedizin 1 | Blauer Bereich |
| Geburtshilfe | Blauer Bereich |
| Gynäkologie | Blauer Bereich |
| Hämatologie und Zentrum für Knochenmarktransplantation | Blauer Bereich |
| Innere Medizin | Blauer Bereich |
| Neonatologie und Neugeborenenintensivstation | Blauer Bereich |
| Pädiatrie | Blauer Bereich |
| Gastroenterologie, Physiopathologie und Endoskopie des Verdauungstraktes | Gelber Bereich |
| Nephrologie und Dialyse | Gelber Bereich |
| Neurologie/Stroke Unit | Gelber Bereich |
| Pneumologie und pneumologische Funktionsproben | Gelber Bereich |
| Infektionskrankheiten | Grüner Bereich |
| Neurorehabilitation und postakute Rehabilitation | Grüner Bereich |
| Medizinische Onkologie | Hellblauer Bereich |
| Dermatologie | Schwarzer Bereich |
| Geriatrie | Schwarzer Bereich |
| Kardiologie und kardiologische Funktionsproben | Schwarzer Bereich |
| Psychiatrie im Krankenhaus | Schwarzer Bereich |
Zudem sind im selben Gebäudekomplex folgende Dienste eingerichtet:
| Dienst | Standort |
|---|---|
| Radiodiagnostik | Trakt B |
| Medizinische und chirurgische Notaufnahme und Beobachtungsstation | Trakt D |
| Kinder- und Jugendneurologie und -rehabilitation | Blauer Bereich |
| Neuroradiologie | Blauer Bereich |
| Zahnheilkunde | Blauer Bereich |
| Diabetologie | Hellblauer Bereich |
| Diätetik und klinische Ernährung | Hellblauer Bereich |
| Physische Rehabilitation | Hellblauer Bereich |
| Psychologie im Krankenhaus | Hellblauer Bereich |
| Pharmazeutischer Dienst | Roter Bereich |
| D.A.M.A. – Übernahme der gesundheitlichen Bedürfnisse von Erwachsenen und Kindern mit komplexen und/oder relationalen kognitiven Behinderungen | Violetter Bereich |
Das Zentrallabor fungiert dabei als landesweiter Dienstleister für Analysen im Kontext der klinischen Chemie, Hämatologie und Gerinnung, aber auch im Rahmen spezialdiagnostischer Anforderungen wie Autoimmun- und Suchterkrankungen. So ist in das Zentrallabor ein toxikologisches Speziallabor eingegliedert, das der Analytik von Drogen und Alkohol in Blut und Urin dient.
| Bezeichnung | Standort |
|---|---|
| Zentrallabor für klinische Pathologie | Violetter Bereich |
Überdies betreibt das Zentralkrankenhaus Bozen diverse landesweite Dienste des Südtiroler Sanitätsbetriebs. Diese sind zum Teil in ausgelagerten Strukturen außerhalb der Lorenz-Böhler-Straße untergebracht:
| Dienst | Standort |
|---|---|
| Landeszentrum Transplantation | Blauer Bereich |
| Notfall-, Anästhesie- und Intensivmedizin | Blauer Bereich |
| Rheumatologischer Dienst | Blauer Bereich |
| Walther-Alexander-Loew-Cadonna-Platz 12, Bozen | |
| Nuklearmedizin | Gelber Bereich |
| Immunhämatologie und Bluttransfusion | Hellblauer Bereich |
| Medizinische Strahlenphysik | Hellblauer Bereich |
| Pathologische Anatomie und Histologie | Roter Bereich |
| Hospice und Palliativbetreuung | Schwarzer Bereich |
| Innovation, Forschung und Lehre | Alessandro-Volta-Straße 21, Bozen |
| Labor für Mikrobiologie und Virologie | Amba-Alagi-Straße 5, Bozen |
| Departement für Gesundheitsvorsorge | Amba-Alagi-Straße 33, Bozen |
| Dienst für Hygiene der Lebensmittel und der Ernährung S.I.A.N. | Amba-Alagi-Straße 33, Bozen |
| Dienst für Hygiene und öffentliche Gesundheit S.I.S.P. | Amba-Alagi-Straße 33, Bozen |
| Sport- und Bewegungsmedizin | Claudia-de’-Medici-Straße 2, Bozen (Marienklinik) |
| Betriebseinheit für die epidemiologische Überwachung | Freiheitsstraße 23, Bozen |
| Rechtsmedizin | Galileo-Galilei-Straße 10/H und 10/G, Bozen |
| Arbeitsmedizin – Klinische Sektion und ärztliches Arbeitsinspektorat | Josef-Ressel-Straße 2/F, Bozen |
| Tierärztlicher Dienst | Laura-Conti-Weg 4, Bozen |
| Dienst für onkologische Strahlentherapie | Michael-Pacher-Straße 12, Bozen |
| Pneumologischer Dienst | Walther-Alexander-Loew-Cadonna-Platz 12, Bozen |
Die Wurzeln des Bozner Krankenhauses liegen im Stadtzentrum, auf dem Areal der heutigen Freien Universität Bozen, und gehen ihrerseits auf den Vorläufer des ehemaligen, spätmittelalterlichen Heiliggeisspitals zurück. Erst in den 1980er Jahren übersiedelte die Einrichtung in einen umfangreichen Neubau im Bozner Stadtteil Moritzing, der inzwischen um zwei Erweiterungsbauten ergänzt wurde und sich mit Stand 2025 in sukzessiver Renovierung befindet.

In einem 1927 ausgeschriebenen Wettbewerb für ein Klinikgebäude konnte sich Architekt Spiro Nachich mit seinem Konzept Littorio 20 gegen sechs andere Einreichungen durchsetzen. Das 1929 fertiggestellte Gebäude verfügt über eine nach Süden gewandte Hauptseite, die durch große Loggien mit Rundbögen geprägt ist. Mit den angrendenden Bauten ist das Alte Krankenhaus über eine Pergola im Obergeschoss verbunden.
In der Nachkriegszeit kamen Überlegungen zur Schaffung eines neuen, modernen Krankenhausgebäudes auf. Zwischen 1963 und 1983 wurde in Moritzing, einem Viertel des Bozner Stadtteils Gries-Quirein, ein umfangreicher Neubau errichtet. Die Arbeiten dazu erwiesen sich als mühsam, denn der fragile Untergrund – wenige Jahrzehnte zuvor noch Sumpfland – erforderte eine Nutzbarmachung durch Auffüllung und Pfahlgründung. 1981 konnte der Betrieb am neuen Standort aufgenommen werden.
Bereits wenige Jahre nach Inbetriebnahme des neuen Hauptgebäudes in der Lorenz-Böhler-Straße kam die Notwendigkeit einer baulichen Erweiterung und Modernisierung auf. In einem 1998 international ausgeschriebenen Wettbewerb konnte das Stuttgarter Planungsbüro Tiemann-Petri das Projekt für sich gewinnen. Im Oktober 2003 goutierte der Technische Landesbeirat das Vorprojekt zum umfassenden Neubau: Die auf 135 Mio. Euro geschätzte Struktur sollte laut Vorprojekt die Notaufnahme, Radiologie, Gynäkologie und Rehabilitation, sowie 18 Operationssäle beinhalten. Auch die Poliambulatorien sollten in der Neuen Klinik, bestehend aus einem zentralen Verbindungsgang zum Hauptgebäude und vier angrenzenden Gebäudekörpern, Platz finden. Bei der Vergabe eines positiven Gutachtens durch den Beirat im Dezember 2005 betrugen die geschätzten Baukosten 146 Mio. Euro.
Der zunehmende Andrang auf das Krankenhaus Bozen führte in den frühen 2000er Jahren auch zu einer gewissen Parkplatznot. Zwar waren mittlerweile Ausweichparkplätze rund um das Bildungszentrum und das Gebäude W eingerichtet worden, eine langfristige Lösung war aber erst mit dem Bau einer zweigeschossigen Tiefgarage unter der damals in Planung befindlichen Neuen Klinik in Sicht. Die neu zu schaffende Struktur, deren Gesamtkosten bei Auftragsvergabe 2004 auf rund 29 Mio. Euro geschätzt wurden, sollte Raum für 1022 PKW bieten und gleichermaßen Personal und Besuchern dienen. Auftragsnehmer war eine Bietergruppe aus dem Consorzio Cooperative Costruzioni Bologna, der Bozner Genossenschaft CLE, den Südtiroler Unternehmen PANA und Atzwanger, sowie den Stadtwerken Bozen SEAB. Das Land Südtirol unterstützte das Bauprojekt mit 11 Mio. Euro und räumte der Bietergruppe das Recht ein, die Tiefgarage für 30 Jahre zu führen.
Im September 2005 bewilligte die Südtiroler Landesregierung 14 Mio. Euro für Instandhaltung, Umbau und klinische Projekte im Hauptgebäude. Zweck der Investition waren die Einrichtung einer zentralen Subintensivstation und eines Zentrums für Schmerztherapie, der Ausbau der Bereiche Neurochirurgie, Radiotherapie, Onkologie und Orthopädie, sowie eine Schlaganfall- und Brustkrebsbehandlung nach internationalem Standard. Unmittelbar zuvor war eine 14 Betten starke Station für Rehabilitation in der Akutphase eröffnet worden.
Die erste Bauetappe der Neuen Klinik umfasste die Errichtung des Medienkanals und – nach Fertigstellung der Tiefgarage – des Rohbaus des Klinikgebäudes. Das Landesamt für Bauaufträge vergab den entsprechenden Auftrag im Mai 2007 für 29,481 Mio. Euro an die zwei Unternehmen Consorzio Cooperative Costruzioni und Zimmerhofer AG, die sich gegen acht Mitbewerber behaupten konnten. Laut Ausschreibung hatte die Bauzeit der ersten Etappe 1669 Tage nicht zu überschreiten. Die drei weiteren Etappen waren den Fassaden, den technischen Anlagen und den Ausbauarbeiten gewidmet.
Im Februar 2007 wurden Bauarbeiten am Gebäude W abgeschlossen, die hauptsächlich der Neuschaffung von Umkleide- und Spezialräumen für das medizinische Personal, sowie der Erneuerung des Eingangsbereichs dienten. Die Errichtung des 3800 Kubikmeter großen Vorbaus belief sich auf 3 Mio. Euro, die Umkleideräume stehen mehr als 400 medizinischen Angestellten zur Verfügung. Im darauffolgenden Juli erfolgte der Startschuss der Arbeiten zur ersten Bauetappe der Neuen Klinik.
Auf Vorschlag des damaligen Gesundheitslandesrats Richard Theiner wurde die ursprünglich ab 2014 geplante Renovierung der Bettenabteilungen im 4. bis 8. Obergeschoss des Hauptgebäudes vorgezogen werden. Das entsprechende Vorprojekt, das Kosten in Höhe von knapp 44 Mio. Euro vorsah, erfuhr im August 2008 eine Bewilligung durch den Technischen Landesbeirat. Die Umbauarbeiten sollten die alten Vierbettzimmer mit gemeinschaftlich genutzten Sanitäranlagen in moderne Ein- und Zweibettzimmer mit Klimaanlage und individuellen sanitären Einrichtungen überführen.
Die Grundsteinlegung für die Neue Klinik erfolgte schließlich am 17. Juli 2008 durch Landeshauptmann Luis Durnwalder, Bautenlandesrat Florian Mussner und Gesundheitslandesrat Richard Theiner. Der Technische Landesbeirat bewilligte im November 2008 das Teilprojekt Haustechnik der Neuen Klinik für über 50 Mio. Euro, das im November 2010 für 31,1 Mio. Euro an ein Konsorzium aus Consorzio Cooperative Costruzioni (Bologna), CEIF (Forlì) und ELPO GmbH (Bruneck) vergeben wurde; die Umsetzungsfrist betrug 1280 Tage. Ende 2009 folgte die Genehmigung des vierten Teilprojekts für knapp 29 Mio. Euro. Im März 2011 gewann das Brixner Unternehmen Frener&Reifer Metallbau GmbH den Zuschlag für die Umsetzung des Teilprojekts Fassade; das Angebot belief sich auf 19,786 Mio. Euro, die Umsetzungsfrist auf 1156 Tage.
Bei einem Lokalaugenschein durch die Südtiroler Landesregierung im September 2010 war die Tiefgarage bereits fertiggestellt, während sich der Rohbau des 250 Meter langen Medienkanals zwischen Gebäude W und neuer Klinik in der Finalisierung befand. Die Gesamtkosten des Projekts wurden mittlerweile auf 237 Mio. Euro geschätzt. Im Februar 2012 wurde das Vorprojekt zur Errichtung des zweiten Teilstücks des Medienkanals durch den Technischen Landesbeirat goutiert. Das zweite Teilstück sollte die Neue Klinik mit dem Hauptgebäude verbinden. Der bis zu 10 Meter breite Kanal war für die gemeinsame Führung aller Kabel und Leitungen zwischen den drei Gebäuden vorgesehen.
Die Verbindung zwischen den Gebäuden sollte auch überirdisch erfolgen, insbesondere zwischen Neuer Klinik und Hauptgebäude. Architektonisch erfolgte dies durch eine zentrale Erschließungs- und Verbindungsgalerie (im vorliegenden Projekt häufig Magistrale genannt), deren Vorprojekt der Technische Landesbeirat im März 2011 zustimmte. Als zu erwartender Kostenpunkt wurden bei Bestätigung des Vorprojektes 18,67 Mio. Euro genannt. Eine Bietergemeinschaft aus Stahlbau Pichler GmbH, Frener&Reifer GmbH, CCC Consorzio Cooperative Costruzioni und Atzwanger AG entschied den Auftrag mit einem Gebot in Höhe von 12,816 Mio. Euro für sich, mit der Abwicklung wurde das Bozner Unternehmen 3M Engineering beauftragt. Mit dem Bau der 36.900 Kubikmeter umfassenden Magistrale wurde 2014 begonnen.
2015 genehmigte der Technische Landesbeirat das Vorprojekt für den Bau einer Technikzentrale sowie eines Ver- und Entsorgungszentrums. Die Strukturen sollten der Bündelung diverser technischer Dienste dienen, darunter die Versorgung mit elektrischer Energie, Wasseraufbereitung, Gasverteilung und Datenverarbeitung. Die Verbindung zu den einzelnen Abteilungen sollte über unterirdische Kanalsysteme erfolgen, Warenzulieferung und Abfallentsorgung über eine neue Zufahrt in der Meranerstraße erfolgen. Zum Zeitpunkt der Genehmigung betrugen die geschätzten Kosten 56,7 Mio. Euro.

Bis Herbst 2016 hatte sich die Fertigstellung der Neuen Klinik bereits signifikant verzögert – Zwischenzeitlich hatte das beauftragte Bauunternehmen Konkurs anmelden müssen. War bei einem Lokalaugenschein durch Landesrat Theiner im Jahr 2010 noch von einer Fertigstellung innerhalb 2014 die Rede, schienen nun Bauarbeiten bis 2021 realistisch, nicht zuletzt aufgrund der technischen Ver- und Entsorgungsstrukturen. Somit bewilligte die Landesregierung im September 2016 4,7 Mio. Euro, um die dringend benötigten neuen Räumlichkeiten der Notaufnahme, Intensivstation und Poliambulatorien provisorisch anzuschließen und bereits 2018 bzw. 2019, noch vor Fertigstellung des Infrastrukturnetzes, vorzeitig in Betrieb nehmen zu können.
Im Mai 2017 waren die Fassaden der Neuen Klinik, sowie der Landeplatz für Rettungshubschrauber auf dem Klinikdach, bereits fertiggestellt und man beschäftigte sich mit dem Gebäudeausbau.
2018 beliefen sich die vorgesehenen Kosten für die medizintechnische Ausstattung der neuen Klinik auf 51,02 Mio. Euro, wovon sich 34,3 % durch die Verwendung bestehenden Inventars einsparen ließen.
Im Herbst 2018 waren die Bauarbeiten im Unter-, Erd- und ersten Obergeschoss abgeschlossen und für den Einzug der Poliambulatorien, der Notaufnahme mit Beobachtungsstation, sowie der Radiologie bereit, im Juli 2018 war die Magistrale fertiggestellt worden.

Der nachgiebige, wasserreiche Boden des einstigen Moritzinger Sumpflandes hatte schon die Ersterrichtung in den 1960er und 1970er Jahren erschwert und erwies sich auch im Zuge der neuerlichen Bauarbeiten als problematisch. So musste der Bau des Medienkanals um 2018 eine Zeitlang unterbrochen werden, da die stetige Absaugung des austretenden Grundwassers die Bodenstabilität unter dem Gebäude für Infektionskrankheiten (grüner Bereich) gefährdete. Außerdem kam es wiederholt zu Wassereinbrüchen und Absenkungen – das soeben genannte Gebäude hatte sich im Zuge der Arbeiten um 10 Zentimeter geneigt und in den oberen Etagen teilweise handbreite Risse bekommen. Ende 2019 bewilligte die Landesregierung 12,5 Mio. Euro für strukturelle statische Überprüfungen am bestehenden Krankenhaus Bozen und seismische Bewertungen.
Die Eröffnung der verfrüht in die Neue Klinik umgezogenen Abteilungen verzögerte sich nochmals. So nahm die neue Notaufnahme ihren Betrieb erst am 4. Juli 2020 auf; anstatt der 1300 Quadratmeter im alten Hauptgebäude verfügt sie fortan über 2900 Quadratmeter Nutzfläche. Am 30. März 2022 war die Übersiedelung der Abteilung Neurochirurgie abgeschlossen.
Am 23. Juni 2023 wurde die Neue Klinik schließlich vollständig in Betrieb genommen. Sie verfügt über 25.000 Quadratmeter Nutzfläche, 63.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche und 273.000 Kubikmeter Bruttorauminhalt. Die Gesamtkosten für die Errichtung der Neuen Klinik, der Magistrale, der Tiefgarage und des Medienkanals beliefen sich auf 450 Mio. Euro.

Im Jahr 2025 wurde bekannt, dass infolge von Personalknappheit die Bettenkapazität abgebaut werden muss. Im Zentralkrankenhaus Bozen wurde die Bettenanzahl entsprechend um 58 Betten (8,6 %) reduziert. Betroffen davon waren unter anderem die klinischen Bereiche der Pneumologie, der Geriatrie und der Inneren Medizin.
Koordinaten: 46° 29′ 55,6″ N, 11° 18′ 34,2″ O