
Reinhard Lauer (geboren 15. März 1935 in Bad Frankenhausen (Kyffh.); gestorben 9. September 2025 in Prien am Chiemsee) war ein deutscher Slawist und Hochschullehrer.
Reinhard Lauer wuchs in seiner Heimatstadt auf, besuchte die Oberschule zunächst in Jena und nach der Übersiedlung in den Westen in Bad Hersfeld. Er studierte Slawistik in Marburg, Berlin und in Belgrad und wurde 1960 an der Universität Frankfurt am Main mit einer Dissertation über die Rezeption Heinrich Heines im Serbokroatischen promoviert. Danach war er für zwei Jahre Lektor für deutsche Sprache an der Universität Zagreb und von 1962 bis 1969 Assistent am Slavischen Seminar in Frankfurt, wo er 1969 mit seiner Arbeit über die russische Lyrik und dem Titel „Gedichtform zwischen Schema und Verfall“ habilitiert wurde.
Er wurde 1969 als Professor für Slavische Philologie an die Universität Göttingen berufen, wo er seit 1973 die Zweigstelle der Südosteuropa-Gesellschaft leitete. 2003 wurde er emeritiert. Ab 1980 war er Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Lauer arbeitete zur russischen, bulgarischen, kroatischen und serbischen Literatur. Er war Autor einer Vielzahl an Monografien, an Beiträgen in Sammelbänden und Fachzeitschriften und Herausgeber und Mitherausgeber von Sammelbänden sowie der Zeitschriften Umjetnost riječi, Revija und der Zeitschrift für Balkanologie.
1987 wurde er korrespondierendes Mitglied der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste, 1989 der Kroatischen Akademie der Wissenschaften und Künste, 1995 der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und 2003 der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lauer, Reinhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Slawist |
| GEBURTSDATUM | 15. März 1935 |
| GEBURTSORT | Bad Frankenhausen |
| STERBEDATUM | 9. September 2025 |
| STERBEORT | Prien am Chiemsee |