Reinhard Buthmann

Reinhard Buthmann (* 1951 in Altentreptow) ist ein deutscher Historiker mit dem Schwerpunkt der Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Wissenschaftsgeschichte der DDR sowie Lyriker.

Leben

Der gelernte Installateur für Gas und Wasser studierte Technische Optik in Jena (Dipl.-Ing., 1976), Gerätetechnik des Elektroingenieurwesens in Dresden (Dipl.-Ing., 1984), Betriebswirtschaft an der Wirtschafts-Akademie Frankfurt am Main (Dipl.-Betriebswirt [VWA], 1992) sowie Philosophie, Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Psychologie an der FernUniversität Hagen (Grundlagenstudium von 1993 bis 1997). Er war von 1976 bis 1990 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kosmosforschung (IKF) der Akademie der Wissenschaften der DDR und von 1992 bis 2017 Mitarbeiter des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen der ehemaligen DDR (BStU). 2012 promovierte er bei Manfred Heinemann zum Dr. phil. an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover.

Monografien

Schriften (Auswahl)

Rezensionen (Auswahl)

„Dieser historiographisch eher ungewöhnliche Anspruch erklärt sich vermutlich daraus, dass der Verfasser der von ihm untersuchten JAGK zeitweise selbst angehört hat. Seine Studie ist somit sowohl kritische Untersuchung wie Zeitzeugendokument, das von tiefer Verbundenheit des Verfassers mit dem Wirken der Gruppe zeugt.“

– Tilmann Siebeneichner, Friedrich-Meinecke-Institut, Freie Universität Berlin

„Ein [sic] ‚bürgerliche‘ Herkunft und Kritik an der Partei kostete Forschende in der DDR mehr als ihre Karrieren. Reinhard Buthmann hat Schicksale rekonstruiert.“

– Hannes Swenger

„Neues Werk von Reinhard Buthmann skizziert an vielen Beispielen, wie sehr der ostdeutsche Geheimdienst „bürgerlichen“ Forschern misstraute. Die Fülle des Materials und die Konzentration auf zukunftsbestimmende Technologien machen diese quellengesätigte Analyse zu einem Standardwerk für alle diejenigen, die fragen, warum die DDR nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich gescheitert ist.“

– Gerhard Barkleit zu Versagtes Vertrauen

„Für die bessere Lesbarkeit der Gesamtstudie hätte sich ein Dokumentenanhang angeboten, um ausführliche und lange Zitate zu vermeiden. Das hätte auch zur Straffung der umfangreichen Untersuchung beigetragen. Für die DDR-Hochschulforschung versprechen aber insbesondere die Schwerpunktkapitel einen Erkenntnisgewinn, an dem sich zukünftige Forschungsarbeiten orientieren können.“

– Anita Krätzner-Ebert zu: Die Technische Hochschule Ilmenau: Eine sozialpolitische Studie

Einzelnachweise

  1. ↑ https://books.google.de/books/about/Einges%C3%A4t_der_Sonne_Samen.html?id=WFFCEQAAQBAJ&redir_esc=y
  2. ↑ https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/AuthorProfile/index/id/2588/name/Reinhard+Buthmann
  3. ↑ https://gvk.k10plus.de/DB=2.1/PPNSET?PPN=1607206641
  4. ↑ R. Buthmann: Die politische Geschichte einer Jugendarbeitsgruppe, auf hsozkult.de
  5. ↑ Verfemte Forscher: Wie die DDR-Wissenschaft Weltniveau verspielte, auf tagesspiegel.de
  6. ↑ „Versagtes Vertrauen: Wie die Stasi und ihre Komplizen DDR-Wissenschaftler kalt ausgebootet haben, auf oiger.de
  7. ↑ Reinhard Buthmann: Die Technische Hochschule Ilmenau, auf sehepunkte.de
Personendaten
NAME Buthmann, Reinhard
KURZBESCHREIBUNG deutscher Historiker
GEBURTSDATUM 1951
GEBURTSORT Altentreptow