Reinhard Kandolf (* 10. September 1948 in Neustadt am Kulm; † 31. März 2017 in Tübingen) war ein deutscher Virologe, Pathologe und Hochschullehrer.
Reinhard Kandolf studierte Medizin an der Universität Erlangen-Nürnberg und der Universität München. 1981 promovierte er bei Gerhard Riecker an der Universität München zum Dr. med. mit einer Dissertation über die „Myokardiale Proteinsynthese in-vitro“. Zunächst arbeitete er bsi 1993 als Stipendiat bzw. wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Biochemie (Abt. für Virusforschung) unter der Leitung von Prof. Peter Hans Hofschneider. Außerdem legte der die Prüfung zum Facharzt für Biochemie ab. Bei dieser Arbeit konnte er den Coxsackievirus B3 klonieren, der häufig zu Herzmuskelentzündungen führt. Im Jahre 1988 habilitierte er sich an der Universität München und hatte eine Stiftungsprofessur am Max-Planck-Institut für Biochemie inne. 1993 wechselte er auf eine C3-Professur an der Eberhard Karls Universität Tübingen. 1997 wurde er dort Ordinarius für Molekulare Pathologie und Ärztlicher Direktor an seinem Institut. Kandolf arbeitete vor allem auf dem Gebiet der Kardiopathologie. Er gehörte mehreren wissenschaftlichen Fachgesellschaften an und übernahm außerdem eine Gastprofessur an der Universität Tor Vergata in Rom.
Außerdem zahlreiche Aufsätze in medizinischen Fachzeitschriften.
| Personendaten | |
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| NAME | Kandolf, Reinhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Virologe, Pathologe und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 10. September 1948 |
| GEBURTSORT | Neustadt am Kulm |
| STERBEDATUM | 31. März 2017 |
| STERBEORT | Tübingen |