Reinhard Wegerth (* 25. Juni 1950 in Neudorf bei Staatz) ist ein österreichischer Schriftsteller. Er veröffentlichte auch unter dem Pseudonym Leidergott.
Reinhard Wegerth wurde als Sohn der Lehrerin Erna Wegerth, geb. Prinz, und des Beamten der Gendarmerie Ernst Wegerth im niederösterreichischen Weinviertel geboren. Nach ersten Kindheitsjahren in Laa an der Thaya übersiedelt die Familie mit inzwischen vier Kindern nach Mödling bei Wien. Episoden seiner dort während der 1960er Jahre verlebten Schul- und Jugendjahre finden sich in seinem Buch "Früher und hier".
Nach der Matura am Realgymnasium Keimgasse begann er 1968 ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Wien, das er 1975 als Dr. jur. abschloss.
Bereits 1971 hatte er gemeinsam mit Gregor Adamcik, Nils Jensen und Reinhard P. Gruber das Literaturmagazin Frischfleisch gegründet. Dieser Publikation, zuletzt mit dem Untertitel Das Kulturmagazin mit literarischer Kraftnahrung, blieb er bis zur Einstellung nach 15 Heften im Jahr 1978 als Herausgeber, Redakteur und Autor verbunden, wobei die meisten Hefte im Selbstverlag erschienen. Seinen Lebensunterhalt verdiente er zunächst als Rechtspraktikant am Landesgericht für Strafsachen Wien und am Bezirksgericht von Rudolfsheim-Fünfhaus sowie als Probelehrer für Staatsbürgerkunde an der Handelsakademie Wien; ab 1977 war er als Freier Mitarbeiter fürs Feuilleton der Arbeiter-Zeitung tätig.
Ab den achtziger Jahren war Wegerth Verlagslektor beim Österreichischen Bundesverlag. Er gab dort die Anthologie Zeit-Geschichten heraus, war Mitbetreuer der Sammelbände Junge Literatur (u. a. mit später erfolgreichen Autoren wie Daniel Glattauer und Daniel Wisser) und lektorierte u. a. Bücher von Thomas Pluch und Alexander Tollmann. Anschließend war er bis 2004 Redakteur der verlagseigenen Schülerzeitschriften JÖ (vormals Jungösterreich) und Kleines Volk, bei denen sich eine enge Zusammenarbeit mit dem Illustrator Franz Hoffmann ergab. An eigenen Büchern entstanden in diesen Jahren der Zukunftsroman Der große grüne Atemstreik, die Comic-Sage Graf Schleckerl (illustriert von Herbert Pasteiner) und das Textbuch Wienerlied – frisch begrünt (illustriert von Karl Berger). Letzteres wurde unter dem Titel Des wär ja nimmer Wien! in Zusammenarbeit mit Reinhard Liebe auch vertont.
Von 2006 bis 2014 war Reinhard Wegerth freiberuflich als Redakteur und Moderator im Alte Schmiede Kunstverein Wien tätig.
Von der Buchkritik besonders beachtet wurden Wegerths Stimmenromane. Bereits bei Damals und dort (2010) hoben die Besprechungen sowohl die Thematik als auch die Erzählweise hervor:
Bücher
Hörspiele
Compact Disc
Herausgeberschaft
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wegerth, Reinhard |
| ALTERNATIVNAMEN | Leidergott (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 25. Juni 1950 |
| GEBURTSORT | Neudorf bei Staatz |