Religionsedikte gehen auf das altchristliche Reichskirchenrecht zurück und waren obrigkeitliche Verordnungen, mit denen die Verhältnisse zwischen Staat und Religionen, sowie ihre Ausübung im Staat geregelt wurde. Zu den wichtigsten und historisch herausragenden Edikten (Auswahl) zählen:
Kaiser Theodosius I. (379–395) erließ am 28. Februar 380 das Dreikaiseredikt „Cunctos populos“, er verbot den Arianismus und machte den vom Konzil in Nicäa (325) festgelegten Glauben an die Gottheit Christi zur Pflicht.
Das Edikt die Religionsfreiheit in den kurfürstlichen Herzogtümern Franken und Schwaben betreffend vom 10. Januar 1803.
Das bayrische Reichsedikt von 1818 nahm einige im Bayrischen Konkordat von 1817 festgeschriebenen Freiheiten zurück und ordnete die Überwachung der kirchlichen Gerichtsbarkeit an.
Wörterbuch Geschichte. Von Konrad Fuchs und Heribert Raab. 12. Auflage, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2001.
Einzelnachweise
↑Regierungsblatt für die churpfalz-baierischen Fürstentümer in Franken. 1803, Bl. 25 ff.
↑Martin Elze: Die Evangelisch-Lutherische Kirche. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 482–494 und 1305 f., hier: S. 482.