

Der Rennhof ist ein Gutshof auf dem Gebiet der Stadt Lampertheim im Landkreis Bergstraße im südlichen Hessen.
Der Rennhof liegt in der Oberrheinischen Tiefebene am östlichen Ortsrand von Hüttenfeld. Weiter im Osten verläuft der Landgraben, der in nördlicher Richtung fließt, um in die Weschnitz zu münden.
Der Rennhof entstand 1712 auf Hemsbacher Gemarkung. Seinerzeit wurde eine Weide an der Weschnitz in Erbbestand vergeben. Zunächst bestand hier nur ein Hirtenhaus. Erst der Erbbeständer Jost Hoppe begann mit der landwirtschaftlichen Bearbeitung des Geländes und ließ einen Bauernhof mit Stallungen und Häusern errichten.
Im Norden des Hofes wurde ab 1852 das Schloss Rennhof erbaut. Beide stehen heute unter Denkmalschutz. 1917 kaufte Cornelius Wilhelm von Heyl zu Herrnsheim das Schloss und das Gut. Der neue Besitzer stammte aus der Wormser Industriellenfamilie Heyl zu Herrnsheim, war 1886 in den Adelsstand erhoben worden und hatte 1895 bereits das Gut Seehof nördlich von Hüttenfeld gekauft. Nach seinem Tod 1923 übernahm sein Sohn Maximilian von Heyl zu Herrnsheim den Rennhof; er verwaltete vom Schloss Rennhof aus den gesamten, umfangreichen Grundbesitz der Familie. Im Juli 1953 wurde der Rennhof an Wilhelm Peter Funk verkauft.
Im Jahr 1983 erfolgte die Angliederung des Schlosses und des Gutshofes an Hüttenfeld durch einen Staatsvertrag zwischen Hessen und Baden-Württemberg. Die Ratifizierung des Staatsvertrages erfolgt am 18. März, die Versetzung des Ortsschildes wurde am 21. Juli 1983 durchgeführt und gefeiert.
Am nördlichen Rand des Rennhofes verläuft die hessische Landesstraße 3110, die von Rosengarten im Westen kommt und zur Landesgrenze führt. Dort findet sie ihre Fortsetzung in der badischen Landesstraße 3110 nach Hemsbach im Osten.
Koordinaten: 49° 35′ 51″ N, 8° 35′ 19,2″ O