Rennsteiglied

Das Rennsteiglied ist ein in Thüringen und darüber hinaus bekanntes dreistrophiges Wanderlied. Der Text stammt von Karl Müller (1925–2011), die Musik von Herbert Roth (1926–1983).

Geschichte

Das Lied handelt von der Verbundenheit zu Thüringen, seiner Natur und den Erlebnissen beim Wandern am Rennsteig und wurde am 15. April 1951 im Gemeindesaal (heute: „Hotel und Gasthof zum Goldenen Hirsch“) von Hirschbach bei Suhl von Herbert Roth und Waltraut Schulz (1930–2017) erstmals öffentlich gesungen.

Der ehemalige Gemeindesaal in Hirschbach, Ort der Uraufführung

Es hat drei Strophen, nach jeder Strophe folgt der Refrain:

Diesen Weg auf den Höh'n bin ich oft gegangen, Vöglein sangen Lieder.
Bin ich weit in der Welt, habe ich Verlangen, Thüringer Wald nur nach dir.

Herbert Roth (1981)

Das Rennsteiglied gilt als „heimliche Nationalhymne Thüringens“. Es ist bekannter als die aus dem 19. Jahrhundert stammende Hymne Thüringen, holdes Land.

2026 wurde das Singen des Rennsteigliedes in das Landesverzeichnis Immaterielles Kulturerbe Thüringen aufgenommen. Im selben Jahr wurde das Lied auf Betreiben von Ministerpräsident Mario Voigt auch Teil des Schullehrplans für die Klassen 5/6, wo es nun gemeinsam mit der deutschen Nationalhymne verpflichtend vermittelt werden soll.

Sonstiges

Die Refrainmelodie des Rennsteiglieds wird zudem als Torhymne des FC Rot-Weiß Erfurt verwendet.

Einzelnachweise

  1. ↑ Rennsteiglied - Text und Musik. Abgerufen am 19. September 2025.
  2. ↑ Michael Helbing: Alle(s) fürs Rennsteiglied? – Ministerpräsident regiert in Thüringer Lehrplan rein und erntet Kritik. In: Thüringer Allgemeine. 8. Juli 2026, abgerufen am 22. August 2026.