Retikulose ist ein uneinheitlich gebrauchter Begriff und heute als alleinige Bezeichnung lediglich von historischer Bedeutung.
„Retikulose“ bezeichnet sowohl in der Humanmedizin als auch in der Tiermedizin „Sonstige und nicht näher bezeichnete Typen des Non-Hodgkin-Lymphoms“, „Pseudolymphome“ oder „kutane Lymphome“, Synonym: Hautretikulose.
Medullär histiozytäre Retikulose für Sonstige und nicht näher bezeichnete bösartige Neubildungen des lymphatischen, blutbildenden und verwandten Gewebes (ICD10 C96)
↑E. Letterer: Aleukämische Retikulose (ein Beitrag zu den proliferativen Erkrankungen des Reticuloendothelialenapparates). In: Frankfurter Zeitschrift für Pathologie, Band 30, S.377–394, 1924.
↑Joseph Kimmig, M Jänner: Retikulosen. In: H. Fischer et al.: Nicht Entzündliche Dermatosen II. Handbuch der Haut- und Geschlechtskrankheiten Ergänzungswerk, vol 3 / 2, Springer eBooks. 1969, S.582–740 doi:10.1007/978-3-642-87625-7_5.
↑Histiocytic medullary reticulosis. In: Editorial The Lancet. Band 1, Nummer 8322, Februar 1983, S.455–456, PMID 6131175.
↑Friedrich-Ernst Schmengler, F. Loogen: Über die Endocarditis lenta als „reaktive Retikulose“ mit besonderem Hinweis auf Veränderungen der Leber. Dtsch med Wochenschr 1952; 77: 259-64. Erich Boden, F. Loogen: Rückschau und Stand der Endocarditis-lenta-Behandlung. Dtsch med Wochenschr 1952; 77: 1044-9.
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