| Rhodiola | ||||||||||||
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Untergattung Rhodiola: Rhodiola heterodonta | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Rhodiola | ||||||||||||
| L. |
Rhodiola ist eine Pflanzengattung in der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Die 40 bis 90 Arten sind in Europa, Sibirien, Ostasien und Nordamerika verbreitet.

Die Arten der Gattung Rhodiola sind aufrechte bis kriechende, ausdauernde krautige Pflanzen. Sie besitzen gut ausgeprägte massive oder schlanke Rhizome. In der Nähe der Triebspitzen sitzen Laubblätter und/oder Schuppenblätter. Die einfachen, meist flachen Blätter sind krautig bis etwas fleischig und sind wechselständig angeordnet.
Die einjährigen, manchmal etwas ausdauernden, unverzweigten Blütentriebe erscheinen aus den Blattachseln der Schuppenblätter, selten auch aus den Achseln der grundständigen Laubblätter. Der endständige Blütenstand ist für gewöhnlich zymös oder zu einzelnen gestielten Blüten reduziert; selten ist er traubig. Meist sind laubige Brakteen vorhanden.
Die meist zwittrigen oder seltener eingeschlechtigen Blüten sind vier- bis fünfzählig (selten sechszählig) und obdiplostemon. Bei zweihäusigen Arten stehen sich bei männlichen Pflanzen Kronblätter und Fruchtknoten gegenüber, bei weiblichen Pflanzen wechseln sie sich ab. Bei den einhäusigen und zwittrigen Arten stehen sich Kronblätter und Fruchtblätter immer gegenüber. Die fleischigen Kelch meist nur an ihrer Basis verwachsen; bei weiblichen Pflanzenexemplaren ist eine Röhre mit vier bis fünf (selten sechs) mehr oder weniger gleichen Kelchzipfeln ausgebildet. Die weißen, rötlichen, tief purpurroten oder hellgelb bis grünlichen Kronblätter sind nicht miteinander verwachsen; sie sind bei weiblichen Pflanzenexemplaren immer länger als die Kelchblätter. Es sind doppelt soviele Staubblätter wie Kronblätter vorhanden. Die Staubbeutel sind meist basifix, d. h., sie sind an der Basis mit den Staubfäden verwachsen. Die Nektarschüppchen sind linealisch-länglich bis halbkreisförmig. Es sind gleich viele Fruchtblätter wie Kronblätter vorhanden. Die oberständigen bis halbunterständigen Fruchtblätter sind meist nur an ihrer Basis miteinander verwachsen. Der schlanke Griffel endet in einer endständigen und papillaten Narbe. Die Samenanlagen sind anatrop.
Die aufrechten Balgfrüchte sind trocken und enthalten viele Samen. Die bräunlichen und längs gestreiften Samen sind kleiner als 3 Millimeter und etwas spindelförmig, verkehrt-lanzettlich oder birnenförmig.




Die Gattung Rhodiola wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 1035 aufgestellt. Der botanische Name der Gattung Rhodiola leitet sich vom griechischen Wort rhodon für „Rose“ und dem lateinischen Diminutiv -iola ab und verweist auf die nach Rosen duftenden unterirdischen Pflanzenteile. Typusart ist Rhodiola rosea L. Ein Homonym ist Rhodiola Lour.; es wurde 1790 in Flora Cochinchinensis, S. 627 veröffentlicht. Synonyme für Rhodiola L. sind Chamaerhodiola Nakai, Clementsia Rose.
Die Gattung Rhodiola ist in Europa, Sibirien, Ostasien und Nordamerika vor allem in subarktischen und alpinen Gebieten verbreitet. In der Flora of China sind 55 Arten gelistet, 16 Arten davon kommen nur in China vor. Das Zentrum der Artenvielfalt ist das Qinghai-Tibet-Plateau.
Nach Hideaki Ohba (* 1943) wird die Gattung Rhodiola 2003 in vier Untergattungen mit folgenden Sektionen untergliedert und enthält je nach Autor 40 bis 90 (bis zu 96 oder 100) Arten:
Einige Rhodiola-Arten, besonders Rhodiola crenulata sowie Rhodiola rosea werden in Europa und Asien in der Volksmedizin verwendet. Rhodiola-Arten können auch gegessen werden. Das Potential von Rhodiola-Arten in der Kosmetik wird untersucht. Das Sammeln zur Nutzung aus Wildbeständen gefährdet aber einige Arten. Die Inhaltsstoffe werden untersucht, auch um die Wildbestände vor Sammeln zu entlasten.