
Richard Harrison Jackson (* 10. Mai 1866 in Florence, Alabama; † 2. Oktober 1971 in San Diego, Kalifornien) war ein Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der amerikanischen Battle Fleet. Zwischen 1922 und 1931 war dies der offizielle Name der United States Pacific Fleet.
Richard Jackson war ein Sohn von George Moore Jackson (1829–1883) und dessen Frau Sarah Cabell Perkins (1834–1868). Im Jahr 1887 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der Kriegsmarine der Vereinigten Staaten durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Vier-Sterne-Admiral. Allerdings wurde er nach einer Probezeit bis zum Jahr 1889 wegen mangelnder Leistungen zunächst aus dem aktiven Marinedienst entlassen. Im Jahr 1890 wurde er aber wieder in deren Offizierskorps aufgenommen.
Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Während des Spanisch-Amerikanischen Kriegs war er auf dem Torpedoboot Foote (TB-3) stationiert, das an den Kämpfen um Kuba beteiligt war. Nach weiteren Stationierungen auf anderen Schiffen wurde er Mitglied der Fakultät der Marineakademie, wo er in den Jahren 1903 bis 1905 die Fächer Englisch und Rechtswissenschaften lehrte.
In der Folge wurde er Schiffsnavigator und dann Erster Offizier auf dem Kreuzer Colorado (ACR-7). In den Jahren von 1908 bis 1910 leitete er den Marinestützpunkt in Indian Head in Maryland (Naval Proving Ground Indian Head, Maryland). Nach einer kurzen Stationierung auf der Marinebasis in Cavite auf den Philippinen erhielt er 1911 das Kommando über den Geschützten Kreuzer USS Albany. Dieser war in chinesischen Gewässern eingesetzt. Danach kommandierte er das ebenfalls in dieser Region eingesetzte Kanonenboot USS Helena (PG-9), das unter anderem auf dem Jangtsekiang als Patrouillenschiff eingesetzt war.
Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten gehörte er zunächst wieder der Fakultät der Marineakademie an. Anschließend war er von 1913 bis 1915 Mitglied im Stab der Marineleitung (General Board). Danach wurde er mit dem Kommando über das Schlachtschiff USS Virginia (BB-13) betraut. Diese operierte zunächst im Golf von Mexiko und dann an der amerikanischen Atlantikküste. Nach dem amerikanischen Eintritt in den Ersten Weltkrieg wurde Richard Jackson ab Juni 1917 im diplomatischen Dienst verwendet. Zunächst war er Vertreter der amerikanischen Marine beim französischen Marineministerium in Paris. Danach war er dort bis zum November 1918 Militärattaché an der amerikanischen Botschaft. Für seine dortigen Leistungen wurde er mit dem Navy Cross ausgezeichnet.
In der Folge wurde er zum Stab des Office of Naval Intelligence (ONI) versetzt. Danach kommandierte er den Marinestützpunkt auf den Azoren. In den Jahren 1922 und 1923 kommandierte er die 3. Schlachtschiff-Division der Battle Field bzw. Pazifik-Flotte. Anschließend war er bis 1925 Stabsoffizier beim Chief of Naval Operations (CNO). Am 4. September 1926 übernahm Richard Jackson als Nachfolger von Charles Frederick Hughes das Kommando über die amerikanische Pazifikflotte (Battle Fleet). Dieses Amt bekleidete er bis zum 10. September 1927, als er von Louis R. de Steiguer abgelöst wurde. Danach wurde er wieder Stabsoffizier im Marinehauptquartier. Diese Aufgabe erfüllte er bis zu seiner altersbedingten Pensionierung im Jahr 1930.
Er verbrachte den ersten Teil seines Ruhestandes in Pearl City auf Oʻahu, wo er am 7. Dezember 1941 den Angriff auf Pearl Harbor aus der Ferne beobachten konnte. Später zog er nach Coronado in Kalifornien. Der seit 1897 mit Catherine Sampson (1865–1924) verheiratete Offizier starb am 2. Oktober 1971 im Alter von 105 Jahren und wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jackson, Richard H. |
| ALTERNATIVNAMEN | Jackson, Richard Harrison |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Offizier, Admiral der US Navy |
| GEBURTSDATUM | 10. Mai 1866 |
| GEBURTSORT | Florence, Alabama |
| STERBEDATUM | 2. Oktober 1971 |
| STERBEORT | San Diego, Kalifornien |