
Richard Elliott Neustadt (* 26. Juni 1919 in Philadelphia; † 31. Oktober 2003 in London) war ein US-amerikanischer Politikwissenschaftler und Präsidentenberater.
Richard E. Neustadt studierte Politikwissenschaft an der University of California, Berkeley, wo er 1939 die Bachelorprüfung ablegte. Anschließend setzte er sein Studium an der Harvard University fort. Dort folgte 1941 seine Magisterprüfung. Im Zweiten Weltkrieg diente er ab 1942 bei der Marine. Nach dem Krieg arbeitete er in Washington, D.C., bei der Bundesbehörde für das Haushaltswesen (später „Office of Management and Budget“ genannt). Während dieser Zeit schrieb er an seiner Dissertation, die 1951 an der Harvard University zu seiner Promotion zum Ph.D. führte. Seine akademische Lehrtätigkeit begann an der Cornell University, von 1954 bis 1964 lehrte er an der Columbia University. Bis zum Eintritt in den Ruhestand 1989 wirkte er als Professor an der Harvard University. Auch nach seinem Ruhestand hielt er Lehrveranstaltungen ab, außerdem zahlreiche Vorträge im In- und Ausland.
Als politischer Berater wirkte Richard E. Neustadt für mehrere amerikanische Präsidenten in wichtigen in- und außenpolitischen Fragen, vor allem Harry S. Truman, John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson. Mit seinen Veröffentlichungen wurde er zu einem Experten für die Rolle und Funktion des U.S.-Präsidentenamtes.
Im Jahre 1964 wurde Neustadt Mitglied der American Academy of Arts and Sciences.
In zweiter Ehe war Richard E. Neustadt mit der britischen Politikerin Shirley Williams verheiratet.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Neustadt, Richard E. |
| ALTERNATIVNAMEN | Neustadt, Richard Elliott (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Politikwissenschaftler und Präsidentenberater |
| GEBURTSDATUM | 26. Juni 1919 |
| GEBURTSORT | Philadelphia |
| STERBEDATUM | 31. Oktober 2003 |
| STERBEORT | London |