Richard Scheerer (* 29. Juni 1887 in Tuttlingen; † 18. Oktober 1982 in Lahnstein) war ein deutscher Augenarzt sowie Hochschullehrer.
Scheerer studierte nach dem Abitur Medizin an den Universitäten München, Tübingen, Berlin sowie Freiburg. In Tübingen wurde er 1908 Mitglied der Studentenverbindung Normannia (1934–1936 Burschenschaft Normannia Tübingen). Das Studium schloss er 1913 mit dem Erwerb des akademischen Grades eines Dr. med. ab. Nach Assistenzjahren kombiniert mit einer Ausbildung zum Augenarzt habilitierte Scheerer sich 1921 in Tübingen als Privatdozent für Augenheilkunde.
1926 erfolgte dort seine Ernennung zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor. Hauptberuflich war er seit 1934 Direktor der Städtischen Augenabteilung am Katharinenhospital in Bad Cannstatt.
Scheerer befasste sich insbesondere mit den Gefäßerkrankungen der Netzhaut sowie der Anatomie des kurzsichtigen Auges.
Im Jahr 1926 wurde er mit dem nach Albrecht von Graefe benannten von Graefe-Preis ausgezeichnete.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Scheerer, Richard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Augenarzt und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 29. Juni 1887 |
| GEBURTSORT | Tuttlingen |
| STERBEDATUM | 18. Oktober 1982 |
| STERBEORT | Lahnstein |